Vorratsdatenspeicherung ist überflüssig
Berliner Polizei nimmt auch so zwei Terrorverdächtige fest.
Die Polizei in Berlin hat heute zwei Männer im Alter von 24 und 28 Jahren festgenommen, die unter dem Verdacht stehen, sich chemische Substanzen besorgt zu haben, die für die Herstellung eines Sprengsatzes geeignet gewesen wären.
Konkret geht es um auffällig hohe Bestellungen von Kühlpads, die die beiden bei verschiedenen Lieferanten getätigt haben. Das in den Kühlpads befindliche Gel ist offenbar hochexplosiv, wenn es mit einer bestimmten Säure in Verbindung gebracht wird. Wohnungen und ein islamisches Kulturzentrum, in denen sich die Männer aufgehalten haben sollen, wurden daraufhin durchsucht.
Ob die beiden Tatverdächtigen bereits Ziele für einen mögliche Anschlag im Auge hatten und wie weit entsprechende Pläne schon gediehen waren, werden jetzt die Ermittlungen zeigen müssen.
Interessant ist dem Zusammenhang, daß solche spektakulären Festnahmen auffallend häufig in der zeitlichen Nähe zu bestimmten Jahrestagen passieren. Nun steht der 10. Jahrestag der Terroranschläge vom 11.09.2001 in New York unmittelbar bevor - und zack gelingt der Polizei ein entsprechender Schlag gegen vermeintliche Terroristen. Alles nur Zufall? (weiterlesen…)
Nacktscanner werden eingemottet
Das Bundesinnenministerium erklärt Nacktscanner zum Elektroschrott.
Die geplanten Körperscanner an deutschen Flughäfen -auch Nacktscanner genannt, weil die Geräte praktisch durch die Kleidung der Passagiere sehen können sollen- wird es nicht geben. Das Bundesinnenministerium mußte nun eingestehen, daß die am Flughafen Hamburg getesteten zwei Geräte total unbrauchbar sind oder wie es das Ministerium nennt: “Die Technik sei noch ausgereift.”
Die zwei Körperscanner vom Typ Provision ATD vom amerikanischen Hersteller L-3 Communications, jeder kostet 130.000 EUR, sind schlicht unbrauchbar.Teurer Elektroschrott.
Über 70 Prozent der Passagiere, die sich freiwillig der Überprüfung im Nacktscanner unterzogen haben, wurden fehlerhaft getestet. Bei 3 von 4 Passagieren wurde Alarm ausgelöst, der sich im Nachhinein als Fehlalarm herausstellte. Zeitintensive Nachkontrollen wurden dadurch nötig. Der versprochene Zeit- und Sicherheitsgewinn wurde nicht erreicht. Im Gegenteil, die Kontrollen wurden durch die Körperscanner erheblich verzögert. Eine Pleite auf ganzer Länge. (weiterlesen…)
Der Terror geht weiter
Bundeskabinett beschließt Verlängerung der Anti-Terror-Gesetze
Die FDP ist umgefallen. Die Anti-Terror-Gesetze, als Reaktion auf die Anschläge vom 11. September 2001 in New York und Washington beschlossen, sollen weitere vier Jahre gelten. Eigentlich sollten die Gesetze zum Anfang 2012 auslaufen, doch die Union wollte die Verlängerung unbedingt. Die FDP sträubte sich lange, fiel am Ende aber wie so oft um.
Innenminister Friedrich hat nun das, was er wollte. Der Verfassungsschutz, der Bundesnachrichtendienst und der militärische Abschirmdienst dürfen weiterhin munter Daten über alle Bürger sammeln, die nach ihrer Auffassung als Extremisten oder Terroristen einzuschätzen sind. Zwar soll es für die Geheimdienste ein paar Einschränkungen geben, etwa höhere Schwellen bei der Abfrage von Auskünften bei verschiedenen Stellen, im Kern bleibt es aber bei der durch die Anschläge vom 11. September begründeten Schnüffelei.
Genau 10 Jahre ist es nun her, daß Terroristen von ihnen entführte Passagierflugzeuge in das World Trade Center und das Pentagon gesteuert haben, und noch immer gelten die Gesetze von damals. (weiterlesen…)
Umfrage: Abwesenheit bloggen oder twittern?
Sollte man seine Abwesenheit bloggen, twittern oder bei Facebook bekanntgeben?
Die Frage stellt sich jedes Jahr aufs Neue: Sollte man in seinem Blog bekanntgeben, daß man im Urlaub ist? Sollte man twittern, daß man sich gerade auf dem Time Square befindet? Oder sollte man genau das unterlassen, weil diese Informationen für gewisse Zeitgenossen im wahrsten Sinne des Wortes sehr wertvoll sein könnten?
Viele Blogger tun es und weisen ihre Stammleser darauf hin, daß in den nächsten Wochen keine neuen Artikel erscheinen werden, weil der Jahresurlaub ansteht. Doch was als Service für die Leser gedacht ist, könnte schnell nach hinten losgehen. Über das Impressum oder den Angaben zur Domain beim jeweiligen Domainverwalter lassen sich sehr leicht persönliche Informationen zum Blogger ermitteln. Wer dann noch viele Einzelheiten aus seinem Leben in Blogartikeln behandelt, seien es die persönlichen Wohnverhältnisse oder der Besitz von wertvollen Gütern, wie Autos, hochwertige Elektronik oder Einrichtungsgegenstände, der braucht sich nicht zu wundern, wenn er nach der Rückkehr aus dem Urlaub neue Themen für sein Blog suchen muß, weil die beschriebenen Dingen schlicht nicht mehr vorhanden sind.
Auch mit seiner Versicherung könnte er dann u.U. Probleme bekommen, wenn diese die Urlaubsankündigungen als grobe Fahrlässigkeit einschätzt und deshalb Zahlungen verweigert. (weiterlesen…)
