Castor kommt.
Der nächste Castor-Transport kommt nach Gorleben.
Am 27. November soll es mal wieder so weit sein. Elf Castor-Behälter sollen in einer Halle auf dem Gelände des Salzstockes Gorleben abgestellt werden. Oberiridsch versteht sich, denn für eine unterirdische Lagerung sind die Castor-Behälter ungeeignet und deren Inhalt noch schlicht zu warm.
In der oberirdischen Halle, die in Form und Funktion tatsächlich eher einer Kartoffelhalle ähnelt als einem sicherem Aufbewahrungsort für hochtoxischen Atommüll, müssen die Castoren erstmal runterkühlen. Sollten sie das irgendwann einmal geschafft haben, dann kommen sie… ja das weiß heute noch niemand. Es gibt kein Endlager. Und es auch noch keine Pläne für für das Verbringen aus der Kartoffel-Halle in ein unterirdischen Endlager. Selbst für die technischen Ablauf gibt es bis heute keine technischen Pläne. Von den anfallenden Kosten ganz zu schweigen.
Doch die Atomlobby tut alles, um Fakten zu schaffen. Es soll auf Biegen und Brechen am für ein Atommüll-Endlager völlig ungeeigneten Standort Gorleben festgehalten werden. Die immer weiteren Einlagerungen von Castor-Behältern sollen den Status Quo verfestigen, auch wenn jetzt aus der niedersächsischen Staatskanzlei (weiterlesen…)
Kretschmann will PKW-Überwachung für Maut
BaWü-Ministerpräsident Kretschmann plädiert für eine satellitengestütze PKW-Maut.
Winfried Kretschmann, der erste grüne Ministerpräsident Baden-Württembergs und überhaupt, spricht sich doch tatsächlich für eine satellitengestütze PKW-Ortung aus. So soll eine elektronische PKW-Maut möglich werden.
Der Ansatz “Wer viel fährt und viel Dreck macht, soll auch viel zahlen”, der sich dahinter verbirgt, ist zumindest nachvollziehbar. Per satellitengestützer Ortung wäre eine exakte Abrechung für jeden einzelnen PKW möglich. Unter Berücksichtigung der jeweiligen Umweltbelastung wäre so für jeden Halter ein individueller Beitrag zur PKW-Maut errechenbar.
Ob man jedoch überhaupt eine PKW-Maut einführen will oder sollte, steht auf einem anderen Blatt. Jedem Politiker müßte eigentlich klar sein, daß die Autofahrer bereits heute schon 53 Mrd. EUR zahlen, von diesen aber nur nur 17 Mrd. EUR für den Erhalt und Ausbau des Straßennetzes eingesetzt werden. Der Rest versickert im Bundeshaushalt. Nur aus diesem Grund träumt Bundesverkehrsminister Ramsauer seinen Traum von der PKW-Maut.
Ein viel größeres Hindernis für eine satellitengestütze PKW-Ortung übersieht Kretschmann aber bei seinem Vorschlag. (weiterlesen…)
Der Staatstrojaner und das Grundgesetz
Werden wir alle vom eigenen Staat online ausspioniert?
Mehr oder weniger durch Zufall kamen die schmutzigen Details an Tageslicht. Den Experten vom Chaos Computer Club (CCC) haben wir es zu verdanken, daß wir überhaupt davon Wind bekamen, wie der Staat online Computer durchsucht. Demnach arbeitet der Bundestrojaner weitaus effektiver, als das vom Grundgesetz gedeckt ist. Der CCC erklärt dazu:
Die untersuchten Trojaner können nicht nur höchst intime Daten ausleiten, sondern bieten auch eine Fernsteuerungsfunktion zum Nachladen und Ausführen beliebiger weiterer Schadsoftware. Aufgrund von groben Design- und Implementierungsfehlern entstehen außerdem eklatante Sicherheitslücken in den infiltrierten Rechnern, die auch Dritte ausnutzen können.
Nicht nur daß staatliche Ermittlungsbehörden unerlaubterweise intimste Daten von privaten Rechnern klauen, nein sie sind auch noch so dilettantisch in der Programmierung, daß durch den Trojaner die privaten Computer schutzlos gegenüber anderen Angreifern werden.
Das Märchen vom Stromimport
Deutschland exportiert noch immer Strom.
Was wurde nicht alles für Schreckensszenarios die Wand gemalt, für den Moment, wenn Deutschland eines Tages tatsächlich komplett aus der Atomenergie ausgestiegen sein wird. Exorbitant hohe Energiepreise, keine Versorgungssicherheit und Stromausfälle, so sollte die Energiezukunft ohne Atomkraft aussehen. Und besonders fortschrittlich seien Deutschen trotz Ende der Kernernergie immer noch nicht, denn es wäre unausweichlich, daß Deutschland im großen Maß Strom aus dem europäischen Ausland importieren muß. Wenn wir also unsere AKW abschalten, dann kommt der Strom in der Steckdose ganz automatisch aus französischen und tschechischen Atomkraftwerken, so die Vorhersagen der Ausstiegsgegner.
Stimmen tut davon gar nichts. Trotz der derzeit 8 abgeschalteten Kernkraftwerke exportiert Deutschland immer noch 17 Prozent mehr Strom als es importiert. Das mußte selbst das Statistische Bundesamt eingestehen, wenn auch nach einigen statistischen Irrungen. Das Märchen vom Stromimport aus ausländischen Atomkraftwerken ist damit wieder einmal widerlegt worden.
So langsam aber sicher dürften den Atomfanatikern die Argumente ausgehen: Notwendiger Stromimport ein Märchen, AKW als “Kaltreserve” selbst von der einstigen Atomkanzlerin Merkel als technisch unsinnig abgelehnt, vorausgesagte unzählige neue Stromtrassen lassen sich durch Förderung der dezentralen Energiegwinnung vermeiden, usw. (weiterlesen…)
