Wikimedia nach Sperrung mit Spenden überhäuft
Nachdem der LINKE Lutz Heilmann die Seite wikipedia.de per einstweiliger Verfügung sperren ließ, wird Wikimedia jetzt mit Spenden überhäuft.
Es sieht gut aus, daß wikipedia.de ab Montag wieder zu erreichen ist. Lutz Heilmann wird seine Anwälte beauftragen die einstweilige Verfügung gegen Wikimedia außer Kraft zu setzen.
Damit setzt Heilmann der Geschichte ein Ende, die ihm ein wahres Image-Fiasko bereitet haben dürfte. Jeder weiß jetzt über seine Stasi-Vergangenheit bescheid. Vorallem auch viele, die Heilmann vorher gar nicht kannten und auch immer davon ausgegangen sind, daß der deutsche Bundestag zumindest offiziell frei von alten Stasi-Leuten ist.
Das ist jedoch nicht der Fall. Über die weitere Entwicklung zu diesem Thema darf man gespannt sein. Es kann gut sein, daß Heilmann seinen juristischen Amoklauf gegen wikipedia.de noch bereuen wird.
Wikimedia Deutschland e.V. jedoch kann sich zur Zeit über ein massives Spendenaufkommen freuen. Seit die Seite wikipedia.de gesperrt ist, kann man dort nur den Inhalt der einstweiligen Verfügung und einen Aufruf für Spenden an Wikimedia lesen. Offenbar befolgen sehr viele Internetuser diesen Aufruf, so daß im Moment ca. 16.000 EUR pro Tag gespendet werden. Normal sind ca. 3.500 EUR am Tag.
So hat zumindest Wikimedia finanziell etwas durch diese Aktion gewonnen. Und Herr Heilmann hat gelernt, wie das moderne Internet im Jahre 2008 funktioniert. Begriffe wie Blogosphäre, virales Marketing und deren Wirkung dürfte er jetzt verinnerlicht haben
Quelle: Spiegel
LINKEr läßt Wikipedia dicht machen
Lutz Heilmann von der LINKEN und Mitglied des Bundestages hat es geschafft, Wikipedia.de dicht zu machen.
Per einstweiliger Verfügung, erlassen vom Landgericht Lübeck am 13. November 2008, ist es Wikimedia Deutschland e.V. untersagt, “die Internetadresse wikipedia.de auf die Internetadresse de.wikipedia.org weiterzuleiten”. Grund dafür ist, daß auf de.wikipedia.org “bestimmte Äußerungen” über Heilmann zu finden sind.
Welche Äußerungen das sind, erfährt man leider nicht auf der Homepage von Wikipedia. Nur die Erklärung zur einstweiligen Verfügung findet sich derzeit auf wikipedia.de, mehr nicht.
Laut heise.de geht es um irgendwelche SMS, die Zugehörigkeit von Heilmann zur Stasi und die angebliche Aufhebung der Immunität als Bundestagsabgeordneter. Alles ziemlich verworren. Ich hoffe, daß das Landgericht da durchgestiegen ist und weiß, gegen wen es da eine Verfügung erlassen hat. So ganz klar scheint nämlich auch das nicht zu sein. Wikimedia Deutschland e.V. ist nach eigener Aussage nicht für den unter de.wikipedia.org zugänglich gemachten “Wikipedia” verantwortlich und auch nicht für die dortigen Inhalte verantwortlich. Wikipedia wird von der Wikimedia Foundation, einer Stiftung mit Sitz in San Francisco, betrieben.
Fakt ist jedenfalls, daß Wikipedia nicht mehr über die Startseite wikipedia.de zu erreichen ist. Wikimedia wird gegen diese gerichtliche Entscheidung rechtliche Schritte unternehmen. Bis dahin kann man unter de.wikipedia.org weiterhin alle Angebote nutzen.
Heilmann sagte heise.de heute nachmittag zu, daß er die einstweilige Verfügung sofort außer Kraft setzen läßt, wenn die “Äußerungen” entfernt wurden.
Man darf gespannt sein, wie diese Geschihte ausgeht. Für Heilmann hat es sich jedenfalls gelohnt. Jetzt weiß wirklich jeder, daß er mal bei der Stasi war
Wirklich interessante Details zu dem Fall kann man bei Focus.de lesen. Demnach wurden einige der Änderungen am beanstandeten Heilmann-Artikel bei Wikipedia von Computern ausgeführt, die -und jetzt kommt´s- über ihre IP dem Bundestag zugeordnet werden können! Heilmann bestreitet aber, daß er oder einer seiner Mitarbeiter die Änderungen am Wikipedia-Artikel vorgenommen haben.
Ich glaube die Sache wird noch ganz spannend und uns eine Weile beschäftigen. Wer allerdings als Sieger vom Platz gehen wird, wird sich zeigen.
Google darf Bücher digitalisieren
Google hat sich mit den Verlagen geeinigt und darf jetzt Bücher digitalisieren.
Google und die Authors Guild und die Assocaition of American Publishers haben ihre Rechtsstreitigkeiten beendet. Nun kann Google Millionen Bücher, die nicht mehr verlegt werden, digitalisieren und über seine Buchsuche zugänglich machen.

Sieben Mio. Bücher hat Google bisher digitalisiert. In der Google-Buchsuche kann man diese und die jetzt rechtlich möglichen bequem durchsuchen. Außerdem soll die Buchsuche als Marktplatz für alle noch urheberechtlich geschützten Bücher ausgebaut werden. Die dort erzielten Erlöse sollen zwischen Google, den Autoren und den Verlegern geteilt werden.
125 Mio. US-Dollar hat Google diese Einigung, die ersteinmal nur für die USA gilt, gekostet. Andere Länder sollen nun folgen.
Quelle: FAZ
Individuelle Fototapeten sind der Hit
Selbstgestaltete Tapeten sind zur Zeit das große, interessante Thema in der Raumgestaltung.
Mehrere Anbieter sind im Internet vertreten. Juicywalls ist einer davon.
Seit Anfang 2008 am Start bietet JuicyWalls die Möglichkeit, eigene Bildmotive auf eine Tapete vergrößern zu lassen. Die Vliestapeten können völlig frei nach eigenen Wünschen gestaltet und in in jeder gewünschten Größe geordert werden. Einfach Wand ausmessen, eigenes Motiv oder von Juicywalls angebotenes Motiv auswählen und nach kurzer Zeit hat man seine individuelle Wandgestaltung zu hause.
Juicywalls bietet hochwertige Tapeten auf Rolle oder auch Leinwände an.
Ich habe Juicywalls selbst getestet:
Die Homepage
Die Homepage ist nach meiner Ansicht etwas zu überladen, leider ganz im Stil von Web2.0 Startups. Trotzdem kommt man nach einer gewissen Einarbeitungszeit gut zurecht, wenn man das Prinzip erstmal verstanden hat.
Das Bearbeitungsfenster für die Bestellung der Tapete oder Leinwand ist jedoch viel zu klein ausgefallen. Ständig muß man im Berbeitungsfenster nach rechts/links oder unten/oben scrollen - echt nervig. Auch daß man bei Änderung des Motivs komplett von vorn anfangen muß, ist etwas ermüdend. Wenn man das Prinzip aber erstmal verstanden hat, dann ist es -wie gesagt- doch relativ einfach, zu seiner individuellen Tapete zu gelangen.
Sinnvolles Feature: Man kann sein komplettes Wohnzimmer nachstellen, inkl. der Möbel, um die Wirkung der Tapete in seinem Umfeld vorab zu testen.
Das Hochladen eigener Motive gelingt ohne Probleme. Allerdings finde ich die Begrenzung von 7MB für .tiff-Dateien etwas eng.
Die angebotenen vorgefertigten Motive von Juicywalls fand ich doch arg kitschig. Außerdem kosten diese ein bißchen mehr, offenbar aus Lizenzgründen.
Zahlungsarten
Möglich sind alle gängigen Zahlungsarten, wie Paypal, Kreditkarte, Nachnahme, Vorkasse oder Lastschrift.
Lieferung
Geliefert wird mit GLS. Das erspart einem die unnötigen Wege zur nächsten Postfiliale, denn komischerweise kommt der DHL/Post-Zusteller immer dann, wenn man nicht zu hause ist. Und selbst, wenn man da ist, findet man trotzdem die berühmten orangenen Zettel im Briefkasten. Ob das Methode hat?
Die Tapte soll man laut JuicyWalls nach 3-10 Tagen in seinen Händen halten. Bei mir hat es 14 Tage gedauert. Die Verzögerung war allerdings eher ein Vor- als Nachteil, denn ein hochgeladenes Motiv war von der Auflösung nicht für die Vergrößerung auf eine Tapete geeignet, so daß sich der Kundenservice per E-Mail meldete und auf das Problem hinwies. Nach dem Upload eines besseren Motivs kam die Tapete dann ganz schnell. Warum die Qualität der Motive nicht gleich beim Bestellvorgang getestet wird, so wie man es von Online-Fotodiensten kennt, bleibt ein Rätsel.
Produkt
Die Tapete wird auf Rolle geliefert. D.h. das eigene Motiv besteht aus mehreren Bahnen, die man von dieser Rolle schneiden und exakt ausgerichtet an die Wand bringen muß. Je nach Motiv kann es auch vorkommen, daß eine Bahn nur zu einem Teil belegt ist, so daß man auch längs schneiden muß. Da gehört schon ein bißchen Fingerfertigkeit und eine gute Schere dazu, sonst sieht es nachher krumm und schief an der Wand aus.
Preise
Die Preise von 24,90 EUR pro qm Tapete bei eigenem Motiv sind insgesamt angemessen. Ein vorgefertigtes Motiv kostet pro qm 36,90 EUR. Andere Anbieter haben ein ähnliches Preisniveau.
Fazit
Wer seine Wohnung individuell und modern gestalten will, sollte auf die Möglichkeit einer eigenen Foto-Tapete zurückgreifen. Das ist zur Zeit total angesagt. Juicywalls ist dafür der geeignete Anbieter.
Gutschein
Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, sollte sich beeilen. Bis zum 30.09.2008 gilt der folgende Gutscheincode: Q96G4ZXA
15 Prozent Rabatt erhält man damit auf seine Tapetenbestellung bei Juicywalls.
Kleiner Tipp: Man kann diesen Code mehrfach benutzen ![]()
Gutschein abgelaufen.

