Spendenaufruf für CDU/CSU+FDP
Wer heute Steuersenkungen verspricht, kann nicht rechnen.
Deutschland hat zur Zeit eine Staatsverschuldung von über 1.600 Mrd. EUR. Trotzdem versprechen CDU/CSU und FDP im Falle ihres Wahlsiegs Steuersenkungen.
Da ich mir nicht vorstellen kann, daß der gemeine Politiker von Union oder FDP wissentlich und willentlich seine Wähler anlügt
, gehe ich davon aus, daß es bei denen mit dem Rechnen etwas hapert.
Deshalb dieser Spendenaufruf:

Jeder hat sicherlich noch den einen oder anderen Taschenrechner bei sich rumliegen, den er nicht mehr unbedingt benötigt. Die Union und die FDP haben diesen aber bitter nötig. Er muß auch nichts besonderes können. Die Grundrechenarten reichen völlig aus
Also nochmal: Taschenrechner für Union und FDP. Damit sie Ihre Wahlkampflügenversprechen mal durchrechnen können!
Schickt die Taschenrechner an die Parteizentralen von:
CDU Deutschlands
Klingelhöferstraße 8
10785 Berlin
Christlich-Soziale Union in Bayern
Franz Josef Strauß-Haus
Nymphenburger Str. 64
80335 München
FDP
Reinhardtstrasse 14
10117 Berlin
Vielleicht lernt der eine oder andere doch noch rechnen. Und wenn morgen alles richtig läuft, dann haben sie dazu viel Zeit in der Opposition.
Da hat es bing gemacht
bing, die neue Suchmaschine von Microsoft, ist online.
Microsoft will nun auch im Suchmaschinengeschäft mitmischen und mitverdienen. Dazu wurde die Suchmaschine bing jetzt online gestellt:

Microsoft Suchmaschine bing
Der erste Eindruck: Aufgeräumt. Ähnlich wie man es von google gewohnt ist, wenn man mal vom Hintergrundbild absieht.
Ob die Suchalgorithmen auch so gut wie bei google oder sogar besser funktionieren, muß man abwarten. Einzelne Suchtests ergaben jedenfalls zum Teil ganz andere Ergebnisse als bei google, zumindest was die Sortierung der Suchergebnisse betrifft.
Werbeeinblendungen erfolgen ebenfalls wie gewohnt als sogenannte “gesponserte Seiten” rechts und oberhalb der Suchergebnisse.
Microsoft hat in seiner Geschichte schon oft die Trends verschlafen, so beim Thema Internet und Webbrowser. Auch diesmal hat man sich sehr laaaange Zeit gelassen mit dem Einstieg in die Suchmaschinen. Verlorenes Terrain jetzt wieder aufholen zu müssen, wird nicht ganz einfach werden. Mit seiner Marktmacht und dem Betriebssystem als Fuß in der Tür der Anwender wird es aber sicherlich nicht ganz so schwer wie für andere Suchmaschinenbetreiber.
Würde mich wundern, wenn Windows 7 in der finalen Version nicht standardmäßig bing bevorzugt.
Internetseite der Kinderhilfe gehackt
Böswillige Hacker haben am Wochenende die Internetseite der “Deutschen Kinderhilfe” verändert.
Die “Deutsche Kinderhilfe” ist eine der großten Verfechterinnen der von Zensursula von der Leyen geplanten Internetzensur, getarnt als “Kampf gegen Kinderporngrafie im Internet”.
Auf der Seite www.kinderhilfe.de wurde eine Unterschriftenaktion gestartet, in der die Internetnutzer für das “Gesetz gegen Kinderpornografie im Internet” stimmen durften. Mal abgesehen, daß es gar kein Vorschlag für ein “Gesetz gegen Kinderpornografie im Internet” gibt, insofern schon mal eine eher dürftige Leistung der “Kinderhilfe”, war die ganze Aktion natürlich als Retourkutsche gegen die zur Zeit sehr erfolgreich laufende E-Petition gegen die geplante Internetzensur gedacht. Bereits nach wenigen Tagen waren die erforderlichen Unterschriften zusammen. Man wird sich mit dem Protest der Bürger beschäftigen müssen.
Das passte der “Kinderhilfe” offenbar nicht und man startete eine Gegen-Aktion. Die Hacker -oder richtiger Cracker (auch den Unterschied wird Zensursula nicht kennen)- haben die Interseite der “Kinderhilfe” daraufhin angepasst.
Vorausgegangen war der Aktion eine große Welle der Kritik auf Internetseiten, Blogs und Foren. Dem Verein, der die “Deutsche Kinderhilfe” ist, wurden populistische Ziele und eine zu große Nähe zu extrem konservativen Kreisen der Gesellschaft und vorallem der CDU/CSU vorgeworfen.
Auch die konservative Presse arbeitet Seit’ an Seit’ mit der “Kinderhilfe”. In der Welt am Sonntag erschien eine Umfrage von Infratest Dimap, in der sich 92 Prozent der Bundesbürger für eine Internetsperre von Kinderporngrafie durch den Staat ausgesprochen haben sollen.
Zu welcher Frage sich die 92 Prozent so geäußert haben sollen, blieb man allerdings schuldig. Und jeder kleine Umfrager weiß doch ganz genau: Mit der richtigen Fragetechnik steht das Ergebnis bereits vorher fest!
Der Vereinsvorsitze der “Kinderhilfe” kommentierte diese Umfrage auch noch ganz süffisant:
Das Ergebnis der Umfrage bestätigt meinen Eindruck, dass es sich bei den Unterschreibern der Online-Petition um Internetliebhaber, Blogger, im Grunde also um eine Minderheit handelt.
Komischerweise passt die Äußerung genau zu der Aussage von Zensursula, daß die meisten Internetuser keine Ahnung haben und die kleine Minderheit schwer päpophil ist. Ist da etwa die gleiche PR-Abteilung am Gange?
Auf Kosten der Kinder und der Bürgerrechte versucht sich hier ein Verein zu profilieren. Ein armseliges Unterfangen!
Das sahen auch die Hacker so und passten die Homepage des Vereins etwas an. Die Seite ist bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht wieder zu erreichen:

Screenshot kinderhilfe.de
Ob sie damit der Sache allerdings ein guten Dienst erwiesen haben, bleibt abzuwarten. Wahrscheinlich ist jedoch eher, daß diese Aktion von Zensursula und Schäuble populistisch ausgeschlachtet wird, im Sinne von: “Siehe da die bösen Hacker. Denen müssen wir das Handwerk legen. Wir fordern eine Sperre von Hackern!”
Quelle: taz
Jetzt wird zurück zensiert.
Politiker entscheiden Sachen von denen sie nicht den leisesten Dunst haben. Deshalb wird jetzt das technische Verständnis der Politiker gefordert.
Wenn Schäuble oder von der Leyen bzw. ihre Mitarbeiter, denn selbst können sie es nicht, mal wieder auf Internetjagd sind und Hompages sperren wollen, dann haben sie jetzt ein Problem bei der Sicherung der “Beweise”. Ein Ausdruck der Seiten ist nicht mehr möglich. Stattdessen erscheint nur ein Stoppschild (ähnlich dem von Zensursula) mit der Aufschrift:
Sollten Sie der Meinung sein, dass Sie diese Internetseite wirklich sehen sollten, so können Sie jederzeit durch normalen Gebrauch eines Internetbrowsers darauf zugreifen. Dazu sind aber minimale Computerkenntnisse erforderlich.
Solange die Politiker also nicht selbst in der Lage sind, einfachste Handlungen am Computer vorzunehmen, können sie die Internetseiten nicht ansehen. Sich einfach von Mitarbeitern einen Ausdruck vorlegen lassen, ist nicht mehr möglich.
Drama! Hunderte Politiker vom Internet abgeschnitten. So könnte die passende Headline in der Boulevard-Presse dazu aussehen.
Vielleicht kann man die Politiker so dazu zwingen, sich ein gewisses Grundverständnis von den Dingen zuzulegen, über die sie entscheiden wollen.
Auf Politiker-Stopp.de gibt es den entsprechenden Code, den man in seine Internet-Seite integrieren muß, um sie vor dem Ausdrucken zu schützen.
Wichtig: Nach dem Telemediengesetz besteht für bestimmte Webseiten eine Ausdruckbarkeitspflicht, zumindest aber für deren Impressum. Die Nichtbeachtung dieser Pflicht kann zur Abmahnung führen. Nur ausschließlich persönliche oder familiäre Seiten sind davon ausgenommen.
Man sieht: Die Technik-Flachzangen im Bundestag haben vorgesorgt.
