Artikel der Kategorie ‘Netz’:

Einblick ins Rechenzentrum von Google

April 28, 2011 Von: Beobachter Kategorie: Netz Noch keine Kommentare →

Google gibt Einblick in sein Rechenzentrum, per Video.

Normalerweise sind die Rechenzentren der großen Internetdienstleister sicherer als die “Bank von England”, und selbst die wurde mittlerweile von Hedgefonds und Finanzjongleuren ausgeraubt. Doch jetzt gewährt Google einen Blick hinter die Kulissen.
Ein 7-minütiges Video zeigt das Rechenzentrum in Moncks Corner (South Carolina) und seine ausgeklügelten Sicherheitssysteme, angefangen vom Einlaß auf das Gelände über den Betrieb der Server bis hin zur Vernichtung von alten Datenträgern. In diesem Rechenzentrum werden unter anderem die Daten der Online-Officeanwendungen gespeichert.


Quelle: YouTube (weiterlesen…)

JMStV: Online bleiben!

Dezember 02, 2010 Von: Beobachter Kategorie: Netz 4 Kommentare →

Nach OBEN BLEIBEN! gegen Stuttgart 21 kommt nun ONLINE BLEIBEN! gegen JMStV.

Nachdem die Grünen in NRW der Ratifizierung des JMStV zugestimmt und mit einem Twitter-Tweet ganz nebenbei einen wahren Shitstorm gegen sich selbst ausgelöst haben, wollen nun immer mehr Blogs zum 01. Januar 2011 offline gehen.

Doch das könnte zum einen vorschnell sein und würde zum anderen den “Internetausdruckern” das Feld kampflos überlassen. Dann hätten die Analog-Politiker wahrscheinlich genau das erreicht, was sie schon immer wollten: Endlich wieder kontrollierbare Massenmedien und Meinungen.
Das Bürgerecht der Meinungsfreiheit und -vielfalt gerade im Netz würde so natürlich auf der Strecke bleiben. (weiterlesen…)

Ende des “Fliegenden Gerichtsstands”?

November 27, 2010 Von: Beobachter Kategorie: Netz Noch keine Kommentare →

Das AG Charlottenburg schiebt der freien Wahl des Gerichtsstandes bei Internetdelikten einen Riegel vor.

Bisher war es so, daß bei Internetdelikten der Kläger sich das Gericht, bei dem er Klage erheben will, praktisch frei aussuchen konnte. Das Gericht, das die besten Erfolgschancen zu bieten scheint, wurde als Gerichtsstand ausgewählt. Vorallem Gerichte in Hamburg und ihre zum Teil erstaunlichen Urteile haben dadurch eine unrühmliche Bekanntheit in Internetkreisen erlangt.
Begründet wurde dieser unhaltbare Zustand mit der freien Verfügbarkeit der Internetangebote. Weil man die Interseiten des Beklagten in Hamburg, Berlin oder sonstwo auf der Welt abrufen kann, kann man auch an diesen Orten klagen, so die Auffassung der Kläger und ihrer Anwälte.

Das Amtsgericht Charlottenburg will dem nun nicht mehr folgen. In zwei Urteilen (226C130-10, 226 C 128/10), die noch nicht rechtskräftig sind, kommt es zu der Ansicht, daß bei zivilrechlichen Klagen die Klage entweder am Gerichtsstand des Klägers oder des Beklagten eingereicht werden kann, nicht an anderen Gerichtsständen.
Der sogenannte Wahlgerichtsstand (fliegender Gerichtsstand) könne bei Internetdelikten nur dann angewendet werden, wenn das Delikt einen örtlichen Bezug zum gewählten Gerichtsstand hat. Dieser örtliche Bezug müsse dann jedoch deutlich über den Ortsbezug des Klägers oder des Beklagten zu den eigentlich zuständigen Gerichten hinaus gehen. Das dürfte in den meisten Fällen schwer nachzuweisen sein.

Wenn das Urteil rechtskräftig werden sollte, dann hat das weitreichende Bedeutung für alle Internetanbieter, auch für Blogger. Die kostenintensiven Klagen vor vermeintlichen “Wunschgerichten” des Klägers gehören dann endlich der Vergangenheit an.

Quelle: 1&1 Blog

600 EUR für Alle, bedingungslos!

November 02, 2010 Von: Beobachter Kategorie: Gesellschaft, Lotto, Netz 2 Kommentare →

Das bedingungslose Grundeinkommen über 600 EUR für jeden Bürger - statt Hartz4. Das sei gerechter und einfach zu finanzieren. Diese Meinung vertreten mittlerweile sogar altgediente CDU-Ministerpräsidenten.

Mit dem Alter kommt die Weisheit. Oder liegt es daran, daß man, während man in Amt und Würden ist, nicht die Wahrheit sagen kann bzw. darf? Der exMinisterpräsident Thüringens Dieter Althaus fordert nun, daß Hartz4 abgeschafft wird und stattdessen ein bedingungsloses Grundeinkommen über 600 EUR pro Monat für jeden Bundesbürger (Ausländer würden leer ausgehen) eingeführt wird. Ohne dafür zu arbeiten. Auch für Kinder.
Doch für die Finanzierung sieht Althaus keine Probleme. Die eigentliche Ausgestaltung würde sich jedoch etwas komplizierter gestalten:

  1. Hartz4 wird abgeschafft
  2. Jeder muß 200 pro Monat in die Krankenkasse einzahlen
  3. Somit bleibt etwas mehr als der Hart4-Regelsatz übrig, und das auch für Kinder
  4. Dazu kommt ein Zuschlag für die Kosten der Unterkunft
  5. Alle anderen Sozialtransfers, wie Kindergeld oder Bafög werden abgeschafft

Das Grundeinkommen würde quase als negative Einkommensteuer ausbezahlt. Wer gar nicht arbeitet, bekommt die vollen 600 EUR. Wer sich etwas hinzuverdient, bei dem werden die Einkünfte mit dem Grundeinkommen verrechnet. Ab 18.000 EUR Einkommen im Jahr gibt es gar kein Grundeinkommen mehr und es werden zusätzlich Einkommensteuern fällig.

Einnahmen in das System sollen durch eine 40 prozentige Einkommensteuer auf alle Verdienste (auch auf Mieteinkünfte und Kapitalerträge), die Mehrwertsteuer und eine Lohnsummenabgabe von 18 Prozent, die die Unternehmen zahlen müßten, hereinkommen. Dafür würden sämtliche Sozialabgaben, die heutzutage von den Arbeitgebern entrichtet werden müssen, ersatzlos gestrichen.

So sei das System problemlos finanzierbar. Dieser Meinung sind Althaus und die von der CDU-Zentrale eingesetzte Parteikommission “Solidarisches Bürgergeld”. Man darf gespannt sein, wann das Projekt umgesetzt wird.
Es ist jedoch eher davon auszugehen, daß dieser Vorschlag ganz schnell im “Giftschrank für Soziales” in Merkels Büro verschwindet und nie mehr wieder auftauchen wird, ohne daß auch nur ein vernüftiger Gedanke daran verschwendet wird. Wäre ja auch noch schöner, wenn die vielen Steuermilliarden zur Abwechslung mal bei den Bürgern ankommen würden. Dafür hat Angela doch ihre Lobbyisten.

Abschließend kann man zum Grundeinkommen eigentlich noch gar nichts sagen. Nur so viel: Natürlich sind 400 EUR (auch zusammen mit dem nicht näher bezifferten Zuschuß für die Wohnung) nicht gerade viel Geld. Und Fragen wie Rente und Übergangsregelungen wurden von Althaus noch gar nicht näher betrachtet. Auch die Kopfpauschale für die Krankenversicherung und der totale Ausschluß der hier lebenden Ausländer sind mehr als diskussionswürdig.
Doch sich mit dem Gedanken eines bedingungslosen Grundeinkommens intensiv zu beschäftigen, statt die Gängelung der Hartz4-Empfänger immer weiter auszuweiten, ist überfällig. Gerade auch für Parteien, die sich selbst als christlich bezeichnen.

Quelle: taz

Weitere Informationen zum bedingslosen Grundeinkommen: KIT, unternimm-die-zukunft, Netzwerk Grundeinkommen

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