Artikel der Kategorie ‘Medien’:

Königliche Ruhe

April 29, 2011 Von: Beobachter Kategorie: Medien 1 Kommentar →

Kein Sterbenswort zur Hochzeit in London. Versprochen.

Heute drehen Medien aus aller Welt komplett durch. Die Hochzeit von Catherine Elizabeth “Kate” Middleton und Prinz William Arthur Philip Louis Mountbatten-Windsor, Prinz von Großbritannien und Nordirland und zukünftiger Thronbesteiger, falls die Monarchie noch solange überlebt, die heute in London stattfindet, wird von einem gigantischen Medienaufgebot begleitet, das alles bisher bekannte in den Schatten stellen soll. Das gilt auch für die Berichterstattung im Internet. Zahlreiche Live-Streams, Blogger und Live-Ticker wollen hautnah vom Geschehen berichten.
Der Kuss der beiden Brautleute auf dem Balkon des Buckingham Palace und dessen Intensität und vorallem Länge wird als das Thema des Tages gehandelt.

Die Frage ist nur: Wen interessiert das alles? Offenbar niemand oder zumindest nicht so viele, wie von den Medien erhofft. Der Zuschauer ist vom William & Kate-Overkill zunehmend genervt und schaltet ab. Die stundenlangen Vorberichterstattungen auf ARD, ZDF, Sat1 und RTL lockten nur wenige Menschen vor die Bildschirme.
Und heute wird der Wahnsinn auf allen TV-Kanälen weitergehen, mit Live-Schalten, Reportern Vor-Ort und “Experten”-Runden im heimischen Studio. (weiterlesen…)

iPad: Verlage sind ernüchtert

April 16, 2011 Von: Beobachter Kategorie: Medien Noch keine Kommentare →

Ein Jahr nach dem iPad-Verkaufsstart ziehen die Verlage eine ernüchternde Bilanz.

Was wurde nicht alles hineininterpretiert in den Tablet-PC aus dem Hause Apple? Steve Jobs und seine Hauptumsatzsatzbringer iPad und iPhone wurden auserkoren, die deutschen Verlage praktisch im Alleingang und nebenher zu retten. Paid Content war das Schlüsselwort für die Zunkunft der Medienhäuser. Apple-User sollten -ganz im Gegensatz zu allen anderen Internetnutzer- geradezu darauf daruf sein, für die angebotenen Apps der Verlage und die Inhalte, die nur damit zugänglich werden sollten, zu zahlen.

Ein Jahr später ist das eingetreten, was zu erwarten war. Die Verlage haben ihre Wunschfantasien ausgeträumt und sind wieder auf dem harten Pflaster der Realität aufgeschlagen. Das Handelsblatt, das bspw. plante über die iPad-App “Handelsblatt First” kostenpflichtige Inhalte zu verkaufen, hat bisher darauf verzichtet, für die App tatsächlich Geld zu verlangen. 11,99 EUR pro Monat oder 119,99 EUR pro Jahr sollten die Nutzer bezahlen. Durch die Gewinnung eines Sponsors bleibt die App auch weiterhin kostenlos. Die zu erwartenen Erlöse von iPad-Nutzern schätzte das Handelsblatt als zu gering ein und setzte daher lieber auf die sicherere Sponsorenlösung. (weiterlesen…)

Verlag sucht Autoren

März 13, 2011 Von: Beobachter Kategorie: Medien Noch keine Kommentare →

[Trigami-Review]
Wer ein Buch schreiben will, wird neben der eigenen kreativen Leistung, die man keinesfalls unterschätzen sollte - abschreiben fällt ja doch auf, irgendwann vor dem Problem der Veröffentlichung stehen.  Wer ein Buch veröffentlichen will, braucht einen Verlag. So einfach das klingt, so schwierig ist es dann meistens in der Praxis.
Hier will der Wagner-Verlag helfen. Dieser Verlag wartet nicht nicht, bis sich die Autoren bei ihm melden, sondern sucht selbst aktiv nach neuen und noch unbekannten. Dazu soll auch die kommende Buchmesse in Leipzig (17. bis 20. März 2011) genutzt werden, wie dieses Video verrät.

Wagner-Verlag

Jeder hat die Möglichkeit ein Buch zu veröffentichen. Jeder, der sich traut sein Manuskript einzusenden. Der Wagner-Verlag verspricht, dieses Manuskript innerhalb von 4 Wochen von seinen Mitarbeitern prüfen zu lassen und dann ein Angebot zu unterbreiten. Für den neuen Autoren entstehen bis zu diesem Zeitpunkt noch keinerlei Kosten. Ein nicht ganz unwichtiger Aspekt bei einer Buchveröffentlichung. (weiterlesen…)

Blogger sind unglaubwürdig und dumm.

Februar 03, 2011 Von: Beobachter Kategorie: Medien 2 Kommentare →

So erklärt Bayern seinen Schülern das Internet, mit Unterstützung der bayerischen Zeitungsverleger wohlgemerkt.

An bayerischen Schulen kursiert zur Zeit eine Broschüre, die den Schülern der Grundschule anschaulich erklären soll, wie das so ist mit dem modernen Internet und dessen Möglichkeiten und vorallem dessen Gefahren.

“Schau genau hin! Nachrichtenwege erkennen und bewerten”, so heißt die Broschüre vom bayerischen Kultusministerium, macht es den Grundschülern einfach. Im absoluten Schwarz/Weiß-Denken wird die Geschichte von Löwe Leon erzählt. Löwe Leon liest gern Zeitung, weil “in der Zeitung nur die Wahrheit und nichts als die Wahrheit steht”. Im “Internet dagegen steht nur Quatsch”. Deshalb mag der Löwe Leon das Internet nicht. (weiterlesen…)

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