Artikel der Kategorie ‘Medien’:

Werbefrei soll bei Facebook Geld kosten

Februar 02, 2012 Von: Beobachter Kategorie: Medien Noch keine Kommentare →

Facebook will zukünftig für werbefreie Seiten Geld verlangen. Das ZDF ist empört.

Das kommt davon, wenn alle blind einem Trend hinterherlaufen. Auch öffentlich-rechtliche Sendeanstalten wollten da nicht hintenanstehen. So betreiben auch ARD und ZDF Fanpages beim Netzwerk Facebook.
Wie es sich für öffentlich-rechtliche Anstalten (ÖR) gehört und auch vorgeschrieben ist, sind diese Facebook-Seiten natürlich werbefrei. Eine Vereinbarung mit Facebook sorgte bislang dafür, daß auf Seiten von ÖR keine automatisierte Werbung eingeblendet wird. Diese Vereinbarung will Facebook nun beenden.

Zwar sollen auch künftig neue Facebook-Seiten von ÖR werbefrei bleiben. Doch für diese Werbefreiheit verlangt Facebook dann Geld. Das ZDF reagierte empört auf diese Ankündigung:

Facebook hat uns signalisiert, für neue werbefreie ZDF-Facebook-Seiten künftig Geld zu nehmen. Das kommt aber nicht in Frage.

So äußerte sich der Leiter “Neue Medien” des ZDF, Eckart Gaddum. Doch ZDF und ARD (weiterlesen…)

Die Medien und die Politik

Januar 23, 2012 Von: Beobachter Kategorie: Medien Noch keine Kommentare →

Di Lorenzo bereut “Guttenberg Buch” und FDP-Politiker ruft zum Medien-Boykott auf.

Der Chefredakteur der ZEIT, Giovanni di Lorenzo bezeichnet sein Buch “Vorerst gescheitert“, in dem er mit Plagiator und ExBundesminister Karl-Theodor zu Guttenberg ein Interview führte und dies in Buchform veröffentlichte, als Fehler. So hätte der Eindruck entstehen können, er wolle Guttenberg mit der Veröffentlichung helfen.
Ach was? Das fällt Herrn di Lorenzo reichlich spät auf. War ihm nicht bewußt, daß dieses Buch perfekt in die Widerauferstehungs-PR des Barons passte? Oder wollte er es nicht merken, weil er Teil des Guttenbergschen Rückkehrplans war? Nachdem das Buch und das Comeback Guttenbergs als Politiker gescheitert sind, bereut di Lorenzo nun, das Buch überhaupt herausgegeben zu haben. Wer’s glaubt.
Immerhin hat di Lorenzo keinen materiellen Nutzen aus dem Projekt gezogen. Alle Einnahmen, die sich auf stolze 50.000 EUR belaufen sollen, werden gespendet.

Der FDP-Bundestagsabgeordnete Joachim Günther kennt den wahren Gründe für den Niedergang seiner Partei. Diese sind aber nicht bei der Partei selbst zu suchen. (weiterlesen…)

BILD plant kostenlose Sonderausgabe für alle

Januar 20, 2012 Von: Beobachter Kategorie: Medien Noch keine Kommentare →

Kostenlose Sonderausgabe soll an alle Haushalte verteilt werden.

Am 23. Juni 2012 will BILD aus Anlass des eigenen 60-jährigen Bestehens eine kostenlose Sonderausgabe herausgeben. Mit dieser Ausgabe sollen alle rund 41 Mio. Haushalte in Deutschland beglückt werden. Ob sie wollen oder nicht.

BILD dir ein, es sei eine “Zeitung”

Im Mediaplan für diese Sonderausgabe der BILD, mit dem bei Werbekunden um Anzeigenschaltungen geworben wird, heißt es daher auch klipp und klar: “Verteilung: ca. 41 Mio. Haushalte inkl. Werbeverweigerer”. Der Axel Springer Verlag will seine Gratisausgabe der BILD also auch dann zustellen bzw. im Briefkasten ablegen, wenn auf diesem die bekannten Aufkleber “Keine Werbung” prangen.
Anders lassen sich wohl die exorbitanten Anzeigenpreise kaum rechtfertigen, die wiederum diese Megaaktion der BILD erst möglich machen und für ausreichend Gewinn sorgen sollen. Immerhin 4.000.000 EUR soll eine ganzseitige Anzeige kosten, eine halbe Seite bekommt man für läppische 2.200.000 EUR. Jeweils zuzüglich Mehrwertsteuer versteht sich.

Doch bereits jetzt regt sich Widerstand gegen diese Verteilaktion. (weiterlesen…)

6 Fragen an BILD

Januar 17, 2012 Von: Beobachter Kategorie: Medien 1 Kommentar →

Die taz dreht den Spieß um und stellt BILD-Chefredakteru Diekmann 6 Fragen zum Wulff-Anruf.

Vor 2 Wochen kam heraus, daß NochBundespräsident Wulff dem BILD-Chefredakteur Diekmann auf dessen Mailbox einen Wufanruf hinterließ, mit dem er offenbar die Berichterstattung über seinen ominösen Hauskredit unterbinden wollte. BILD machte diesen Anruf öffentlich, unterließ es aber den genauen und kompletten Wortlaut zu veröffentlichen. Auch ein akustischer Mitschnitt gelang nicht an die Öffentlichkeit. Stattdessen wurden einige andere Zeitungen und Magazine mit der reinen Nachricht gefüttert, um so die Tatsache als solche publik zu machen, im Hause BILD aber trotzdem eine weiße Weste vorweisen zu können. Man überließ es einfach anderen Redaktionen, diesen Anruf von Wulff in die Nachrichten zu bringen.

Dabei war der Inhalt des Anrufes brisant. Sollte der Anruf so stattgefunden haben, wie es sich bisher darstellt, dann hat Wulff ganz bewußt versucht, das Grundrecht der Pressefreiheit einzuschränken. Ein Rücktritt ist allein dadurch unausweichlich geworden. Eine Person, die nicht mal die grundlegendsten Menschenrechte achtet, ist im Schloß Bellevue fehl am Platze. Und eine mögliche strafrechtliche Aufarbeitung dieses Vorganges steht noch aus. (weiterlesen…)

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