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Artikel der Kategorie ‘Gesellschaft’:

Aktueller Stand im Flugverkehr

April 19, 2010 Von: Beobachter Kategorie: Gesellschaft 1 Kommentar →

Noch immer behindert die Aschewolke des isländischen Vulkans den Flugverkehr in Europa.

achtung Ticker zur aktuellen Lage:

+++ Das Meterologische Institut Islands teilt mit, daß der Vulkan kaum noch Asche ausstoße, sondern jetzt hauptsächlich Lava und Wasserdampf. Damit wird kaum noch neue Asche  nach Europa hereingeweht +++

+++ Flugraum über Deutschland noch immer offiziell geperrt. DFS verlängerte die Sperrung bis Dienstag 20 Uhr +++

+++ Flüge nach den Regeln des kontrollierten Sichtflugs sind bei entsprechender Wetterlage in Deutschland möglich. Flüge erfolgen in Verantwortung der Piloten. Flugpassagiere, denen Flüge auf Sicht zu unsicher erscheinen, können auf Umbuchung bestehen +++

+++ Flugsicherheitsbehörde Eurocontrol teilt mit, daß 75 Prozent des Flugraumes in Europa freigegeben und bis 60 Prozent der Flüge möglich sind +++

+++ British Airways streicht alle Kurzstreckenflüge für den heutigen Dienstag +++

+++ Ryanair streicht alle Flüge bis Mittwoch, weitere Infos +++

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+++ Auswertung des Testfluges eines Forschungsflugzeug des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt wird für heute Mittag erwartet. Aschewolke über Deutschland wurde untersucht +++

+++ Luftraum über Großbritannien und damit auch die Lodoner Flughäfen bleiben geschlossen. England-Fähren erleben massiven Ansturm +++

+++ Polnischer Luftraum wieder geschlossen +++

+++ Dänemark hat seinen Luftraum bis Mittwoch 2 Uhr gesperrt. Grund: weiterer Zustrom von Vulkanasche +++

Vulkanasche sorgt für Stillstand im Luftverkehr

April 16, 2010 Von: Beobachter Kategorie: Gesellschaft 6 Kommentare →

Der isländische Vulkan Eyjafjallajökull stürzt den europäischen Flugverkehr ins Chaos.

Nichts geht mehr im europäischen Luftverkehr. Allein am gestrigen Donnerstag fielen rund 5.000 Flüge aus.
Heute wird es wahrscheinlich noch viel schlimmer, denn die wichtigsten Flughäfen in Nordeuropa, wie London, Paris, Brüssel, Stockholm und Frankfurt, sind geschlossen. Die Länder Großbritannien, Irland, Belgien, Niederlande, Norwegen, Schweden und teilweise die baltischen Länder haben ihren Luftraum komplett gesperrt. In Deutschland bleiben bis auf München alle Flughäfen auf unbestimmte Zeit geschlossen. Das sind im Einzelnen: Hamburg, Berlin (Tegel und Schönefeld), Bremen, Hannover, Dortmund, Köln, Münster/Osnabrück, Düsseldorf, Saarbrücken, Stuttgart, Nürnberg, Augsburg, Frankfurt/Main, Frankfurt/Hahn, Erfurt, Dresden, Karlsruhe, Leipzig und alle kleineren Flughäfen.
Auch die Routen über den großen Teich Richtung Amerika sind davon beeinträchtigt. Über 50 Prozent der Transatlantik-Flüge werden ausfallen.

Die Abflughafen am Flughafen Hamburg sieht heute so aus:

Abflugtafel Airport Hamburg

Abflugtafel Airport Hamburg

Lufthansa bittet die Pasagiere, heute zu Hause zu bleiben und nicht zum Flughafen zu kommen und für innerdeutsche Verbindungen die Bahn zu benutzen:

Lufthansa Tweet

Lufthansa Tweet

Unter den Servicenummern der Airlines können sich die  Passagiere über Umbuchungen, Stornierung und Erstattung der Tickets informieren. Hier die Servicenummern einiger in Deutschland operierender Airlines:

  • Lufthansa 0800 8 50 60 70
  • Air Berlin 0180 5 737 800
    (gilt auch für LTU, flyNiki, Belair)
  • Condor 180 5 767757
  • easyjet 01805 029 292
  • Ryanair 0900 116 0600
  • germanwings 0900 19 19 100
  • TUIfly 0900 1000 2000
  • British Airways 01805 663967
  • KLM 0180 525 4750
  • OLT 01805 658 659

Die Telefonnummern sind teilweise kostenpflichtig. Mit extrem langen Wartezeiten in der Warteschleife muß gerechnet werden.

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Ein Chaos solchen Ausmaßes hat es in der Geschichte der europäischen Luftfahrt noch nicht gegeben. Und all das zu verdanken haben wir den Isländern. Nach den Eruptionen im isländischen Finanzmarkt im Jahr 2008 nun der Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull.
Die dabei kilometerhoch herausgeschleuderte Vulkanasche verteilt sich über die ganze Nordhalbkugel und zwingt die Düsenjets, am Boden zu bleiben, denn moderne Triebwerke könnten während des Fluges ihren Betrieb unvermittelt einstellen, sollte das Flugzeug in eine solche Aschewolke geraten.
Mit einer alten DC-6 hätte man solche Probleme wahrscheinlich nicht. Doch weder gibt es diese noch in ausreichenden Stückzahlen noch will jemand damit größere Strecken zurücklegen. Außerdem sind einige Luftfahrt-Experten der Meinung, daß auch Propellermaschinen durch die Asche gefährdet wären.

Foro: Bilderrampe.de

Foro: Bilderrampe.de

Sollten sich die Ascheschwaden in den nächsten Tagen verziehen, wobei noch gar nicht feststeht, wie lange sich diese am nordeupäischen Himmel halten werden, ist das Chaos noch lange nicht beendet. Bis wieder ein völlig normaler Flugplan gewährleistet werden kann, wird noch viel Zeit vergehen. Zunächsteinmal müssen die zwangsgegroundeten Flugzeuge an ihre dem Flugplan entsprechenden Flughäfen gebracht werden. Denn was nutzt es München nicht von der Vulkanasche betroffen zu sein, wenn die benötigten Flugzeuge in Hamburg oder London festhängen? Auch die Wartungspläne der Flugzeuge und Einsatzpläne der Crews sind völlig durcheinander geraten.
All das zu ordnen, wird Zeit brauchen.

Und Zeit sollte man sich gönnen, man kann es eh nicht ändern und viele Alternativen hat man auch nicht. Mal eben mit dem Schiff nach New York oder Belfast zu reisen, wird in den allermeisten Fällen nicht funktionieren. So zwingt Eyjafjallajökull Europa zur Langsamkeit und läutet vorfristig das Wochenende ein. Wer nicht gerade auf einem Flughafen gestrandet ist und das Wochenende in einer Sammel- oder Notunterkunft verbringen muß, sollte das auch genießen.

Weitere Informationen:

Quellen: SpOn, Airport Hamburg, Airport Frankfurt/Main

Hilfe bei der kostenlosen Selbstauskunft

April 13, 2010 Von: Beobachter Kategorie: Gesellschaft 1 Kommentar →

Komfortables Online-Formular für die Einholung von Selbstauskünften bei Auskunfteien

Seit 01.04.2010 hat Jeder die Möglichkeit, einmal im Jahr eine Selbstauskunft bei den Auskunfteien einzuholen. Und das kostenlos. Mit der Selbstauskunft kann man genau nachvollziehen, was gespeichert wurde, woher die Daten kommen und wohin diese Daten weitergegeben wurden.
So ist jetzt endlich kostenlos möglich, zu erfahren warum man einen Kredit nicht bekommen hat  und ob das nicht nur einfach daran gelegen hat, daß die Auskunfteien fehlerhafte Daten gespeichert haben. Diese Fehler sollte man schnellstens korrigieren lassen, um so seinen Scorewert und damit seine Bonität der Realität anzupassen.

Auf der Seite Piratendienste gibt es jetzt ein Online-Formular, mit dem man ganz schnell und einfach die erforderlichen Schreiben für das Einholen einer kostenlosen Selbstauskunft erstellen kann. Einmal die persönlichen Daten eingeben und in einem Rutsch die Schreiben an 18 der bekanntesten Auskunfteien, wie Schufa, Creditreform, Bürgel oder Schober, erstellen die man auch ruhig alle anschreiben sollte.

Die eingebenen Daten werden nur zur Generierung der Briefe genutz und selbstverständlich NICHT gespeichert.

Die Schreiben müssen nach dem automatischen Erstellen der PDF-Datei ausgedruckt und unterschrieben(!) werden und dann zusammen mit einer Ausweiskopie(!) per Post an die Auskunfteien geschickt werden.
Dann heißt es Geduld haben, denn die Firmen werden zur Zeit sicherlich alle Hände voll zutun haben, um die Welle der kostenlosen Selbstauskünfte abzuarbeiten.

Kommt Benedikt in den Knast?

April 12, 2010 Von: Beobachter Kategorie: Gesellschaft 2 Kommentare →

Droht Papst Benedikt XVI. die Verhaftung in Grossbritannien?

Ja, wenn es nach zwei medienbekannten Atheisten geht. Richard Dawkins und Christopher Hitchen, beides bekannte Autoren von Texten, denen man nicht gerade Vatikanverliebheit nachsagen kann, wollen Benedikt bei seinem Grossbritannien-Besuch im September dieses Jahres verhaften lassen.

Der Vorwurf  lautet: Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Das wäre ein strafrechtlicher Tatbestand nach dem Völkerrecht.
Ratzinger soll die Vorkommnisse in Einrichtungen der katholischen Kirche, bei denen es zu Missbrauch von Kindern durch katholische Priester gekomen ist, gezielt verschleiert haben. Für dieses gezielte Verschleiern soll Benedikt nun in den Knast wandern, denn auch als Papst steht er nicht über den Gesetzen, so die Auffassung der beiden Autoren.

Ob man Ratzinger so einfach verhaften könnte, darüber streiten die Gelehrten. Zwar wäre Ratzinger in seiner Funktion als Papst zu einem offiziellem Staatsbesuch in Grossbritannien, aber ob er sich auch auf diplomatische Immunität berufen könnte, ist offenbar umstritten.
Versuch einer Klärung: Der Staat Vatikanstadt ist ein anerkannter Staat, der nicht Mitglied der Vereinten Nationen ist und auch sonst keine diplomatischen Beziehungen unterhält. Vertreten wird der Vatikanstaat aber durch den Heiligen Stuhl in Person des Papstes. Der Heilige Stuhl und damit der Papst selbst ist ein souveränes, nichtstaatliches Völkerrechtssubjekt. Und der Heilige Stuhl ist statt des Vatikanstaates Mitglied bei verschiedenen internationalen Organisationen, so auch als Beobachter mit besonderen Rechten bei den Vereinten Nationen.
Aus alldem heraus müßte Papst Benedikt XVI. als Oberhaupt des Vatikanstaates und als eigenständiges völkerrechtliches Subjekt auch diplomatische Souveränität besitzen. Eine Verhaftung wäre also rechtlich nicht durchzusetzen.

Etwas komplizierter wäre es vielleicht bei einem Besuch in Deutschland. Ratzinger hat immer noch die deutsche Staatsangehörigkeit. Seine vatikanische Staatsangehörigkeit darf er entgegen der sonst geltenden Gesetze zusätzlich zur deutschen besitzen. Dies bestätigte die Regierung der Oberpfalz auf Nachfrage ausdrücklich.
Es wäre nun also zu klären, ob Ratzinger sich nach deutschen Gesetzen strafbar gemacht hat. Sollte Benedikt dann nochmal deutschen Boden betreten, was wahrscheinlich eher unwahrscheinlich ist, müßte sich die deutsche Justiz mit den Handlungen des Deutschen Joseph Ratzinger beschäftigen.

So sehr man sich auch mit einer Verhaftung des Papstes anfreunden könnte, wird sie wohl unmöglich durchzusetzen sein. Sie ist rechtlich sehr schwierig und politisch nicht gewollt. Zu stark sind noch immer die Verstrickungen der katholischen Kirche mit den Regierungen dieser Welt.
Insofern ist die gesamte Aktion nichts weiter als eine geschickte Medienkampagne gegen den Papst, Ratzinger in Person und die Machenschaften der katholischen Kirche. Solange sie aber dazu beiträgt, Kinder vor solchen Verbrechern zu schützen, den Kirchenherrschern in Zukunft besser auf die Finger zu schauen und deren Allmachtsfantasien ein für alle mal zu beenden, ist schon sehr viel erreicht.

Quelle: SpOn, Welt, Wikipedia

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