Schleswig-Holstein liberalisiert Glücksspiel
Online-Casinos und Sportwetten bald wieder erlaubt.
Schleswig-Holstein gegen den Rest der Bundesrepublik. Während alle anderen Bundesländer weiterhin auf ihr Glücksspielmonopol pochen, lockert der Norden die Zügel.
Mit ihrer Ein-Stimmem-Mehrheit hat die schwarz-gelbe Koalition im Kieler Landtag ein neues Gesetz zur Liberalisierung des Glücksspiels verabschiedet. Ab dem kommenden Jahr sind die Beschränkungen im Vertrieb und in der Werbung für Glücksspiele aufgehoben.
Das dürfte das nordlichste Bundesland zum “deutschen Las Vegas” machen, zumindest für private Sportwetten und Online-Casinos. Nur beim Lotto behält sich das Land das Veranstaltungsmonopol für sich, der Vertrieb und die Werbung dafür werden aber ebenfalls freigegeben. Zukünftig dürfen private Firmen Lizenzen für Sportwetten erwerben und Online-Casinos betreiben. Das dürfte für einen kleinen Ansiedlungs-Boom solcher Firmen sorgen, bleibt das restliche Deutschland doch bei seiner rigorosen Gangart im Glücksspielsektor.
In den letzten Jahren wurden durch die Beschränkungen einige große Firmen, die Sportwetten oder einfaches Lotto online anbieten, ins Ausland vertrieben. Dort betreiben sie weiterhin ihre deutschen Internetseiten und machen auch mit deutschen Kunden ihre Geschäfte. Legal war das nach der Verschärfung der Glückspielgesetze nicht mehr, doch kontrollieren konnte das keiner. Ab dem nächsten Jahr könnten diese Firmen ihr Wett-Geschäft wieder ganz legal von Deutschland aus betreiben. (weiterlesen…)
Proteste gegen Papstbesuch verboten
Behörden verbieten geplante Protestaktionen gegen den Besuch des Papstes
Da praktizieren die Behörden in Berlin, Erfurt und Freiburg keine Nächstenliebe und verweigern die Genehmigung für geplante Aktionen gegen den Papstbesuch. Wegen angeblicher Sicherheitsbedenken.
Eine “Karawane zum Papst”, die am Brandenburger Tor starten sollte, wurde deswegen verboten. Der geplante Protestzug von bis zu 20.000 Menschen, auf dem ein Papamabil mit einem Gegenpapst und einer Gegenpäpstin an der Spitze fahren soll, gefolgt von Musik-, Tanz- u. Fußgruppen und Demoblöcken, soll trotzdem während der geplanten Rede Joseph Ratzingers im Bundestag stattfinden, notfalls auf einer anderen Route.
Auch in Erfurt und Freiburg hielt man sich mit Genehmigungen bisher zurück. So warten die Veranstalter von Infoständen und Protestaktionen noch immer auf den “Segen der Stadt”.
Die deutsche Bischofskonferenz ließ dazu verlauten, daß man “einen fairen Umgang mit der Person des Papstes und keine Störung des Gottensdienstes erwarte“.
Papst Benedikt XVI. will Deustchland vom 22. bis 25. September besuchen. Stationen werden Berlin, Erfurt, Freiburg und das Eichsfeld sein. Der Besuch soll über 100 Mio. EUR kosten. Bezahlen darf das der deutsche Steuerzahler. Seine Rechte sollen dafür aber eingeschränkt werden. (weiterlesen…)
Gorch Fock ist unbeliebt
Kapitäne machen einen Bogen um die Gorch Fock
Das Segelschulschiff der Deutschen Marine, die Gorch Fock, einst der ganze Stolz der Bundeswehr, ist seit der Aufdeckung von Skandalen an Board, eine Kadettin kam während der Ausbildung zu Tode, andere machten durch ihre Saufgelage auf sich aufmerksam, und der überhasteten Absetzung des Kapitäns durch den damaligen Verteidigungsminister zu Guttenberg äußerst unbeliebt in der Truppe. Ein neuer Kapitän läßt sich derzeit nicht finden. Mögliche Kandidaten haben offenbar aus Angst vor einem Karriereknick ihre Ablehnung signalisiert und so bleibt die Gorch Fock vorerst ohne Führung. Ein absolut untragbarer Zustand, der zu einem nicht unerheblichen Teil durch Schaumschläger zu Guttenberg und seine medial beeinflußten Entscheidungen verursacht wurde.
Die Marine hat nun entschieden, das Segelschiff vorerst mit zeitweise eingesetzten Offizieren, die entsprechende Kommandozeugnisse besitzen, auf See zu schicken, damit die geplante Ausbildung von neuen Offizieren nicht unendlich ins Stocken gerät. Denn derzeit ist das Schiff nicht einsatzklar. Die jungen Offiziere, die noch dieses Jahr ihr Studium beenden, müssen deshalb ohne die obligatorische Gorch Fock-Ausbildung auskommen. Erst ab 2012 soll es wieder einen regulären Kapitän auf der Gorch Fock geben.
Wer selbst auf einem Segelschiff fahren und Segel setzen will, sollte nicht auf die Ausbildung bei der Marine setzen, sondern auf einem privaten Schiff mitfahren. So einen Törn kann man sich auch schenken lassen. Dann kann man nach Lust und Laune und Geldbeutel selbst entscheiden, wie lange man mitsegeln will oder welche Manöver in Frage kommen. Ganz ohne Druck und mögliche Konsequenzen für die Karriere.
Quelle: SpOn
50. Jahrestag des Mauerbaus
Vor einem halben Jahrhundert versuchte die DDR ihre Bevölkerung dauerhaft einzusperren.
In der Nacht vom Sonnabend, den 12.08. auf Sonntag, den 13.08.1961 begann die DDR-Führung, Sperranlagen mitten durch Berlin zu errichten. Der vorher durch SED-Chef Ulbricht noch vehement bestrittene Bau der Berliner Mauer begann.

Foto: Bilderrampe.de
Verkehrswege und Informations- und Versorgungsleitungen wurden gekappt, Berliner wurden von Berlinern und Deutsche von Deutschen getrennt. Die Angabe “Wohnhaft in:” in diversen Unterlagen bekam eine völlig neue Bedeutung. (weiterlesen…)
