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WhatsApp down

Weltweiter Ausfall des Messenger-Dienstes WhatsApp.

Gestern war es so weit, WhatsApp fiel aus. Und die Welt war in heller Aufregung. Nur zwei Stunden stand der Dienst nicht zur Verfügung doch die Reaktionen in den sozialen Netzwerken schlugen hohe Wellen.

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2 Stunden Stillstand

Mehr als die Meldung „Verbinden…“ bekam die App am gestrigen Mittwoch für 120 Minuten nicht mehr zustande. Doch anstatt sich anderen Dingen zuzuwenden, konnten es einige Nutzer offenbar nicht fassen, daß ein Dienst auch mal ausfallen kann. Fast 100 % Verfügbarkeit bedeutet eben genau das, fast unbegrenzte Nutzungsmöglichkeit, aber nur fast, Ausfälle inbegriffen.

Nach gut zwei Stunden ging WhatsApp wieder online und die Nutzer waren beruhigt. Endlich konnten sie sich wieder ihre total wichtigen Nachrichten zusenden. Daß sie neben WhatsApp auch andere Kanäle dafür hätten nutzen können, z.B. den Facebook Messenger, die SMS, die klassische E-Mail oder sogar Sprachnachrichten per Telefon-Funktion, kam den meisten offensichtlich nicht in den Sinn.

Das nennt man totale Abhängigkeit in Kombination mit einem Tunnelblick. Und hier ganz besonders bei den deutschen Nutzern, ist WhatsApp doch gerade hierzulande besonders beliebt. Rund 30 Millionen Nutzer zählt der Messenger Dienst in Deutschland. Andere Kommunikationswege wurden durch WhatsApp fast vollständig ersetzt. Die einst so beliebte SMS, die von den Mobilfunkkonzernen mit speziellen SMS-Paketen immer noch gepusht wird, nutzt heute kaum noch jemand.

Peinlich für Facebook

Für den Mutterkonzern Facebook war der Ausfall von WhatsApp äußerst peinlich. Passierte dieser doch ausgerechnet während der Präsentation der Quartalszahlen des Konzerns, bei der von Facebook-Chef Zuckerberg höchstpersönlich auch die weitere Entwicklung von WhatsApp vorstellt wurde.

Echt peinlich auch die Reaktion von WhatsApp. Eine Erklärung, warum der Messenger Dienst rund zwei Stunden down war, erhielten die Nutzer ebenso wenig wie eine Vorstellung der geeigneten Maßnahmen, mit denen man einen solchen Ausfall in Zukunft verhindert will. In solchen Momenten offenbart sich immer wieder die echte Kundenorientierung eines Konzerns.

Vielleicht war der Dienst ja einfach mit der Verarbeitung der vielen persönlichen Daten der Nutzer kurzzeitig überlastet…

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