Informelles

für Dich aus Politik und Gesellschaft.

Im Bann des Galopprennens – Über den Reiz einer Randsportart

Der Frühling steht vor der Tür und mit ihm verlagert sich die Freizeitgestaltung vieler Menschen ins Freie. Die Liste möglicher Aktivitäten ist lang und doch zieht es in den letzten Jahren eine immer größere Zahl an Menschen an die Pferderennbahn und damit in den Bann der Galopprennen.  Es ist die Mischung aus neuen Eindrücken, der besonderen Atmosphäre und Nervenkitzel beim Wetten auf das richtige Pferd, welche eine immer größere Anhängerzahl fasziniert.

Pferde-Rennen | Foto: annca, pixabay.com, CC0 Public Domain

Pferde-Rennen | Foto: annca, pixabay.com, CC0 Public Domain

Als Neueinsteiger einen Überblick über die Szene zu bekommen ist sicher nicht ganz einfach. Letztendlich verhält es sich beim Pferderennen aber wie bei den meisten anderen Sportarten auch – sie haben alle ihre ganz besonderen Veranstaltungen, auf die Zuschauer und Teilnehmer gleichermaßen hinfiebern. Was beim Fußball das Finale einer Weltmeisterschaft ist, ist beim Football der Superbowl. Einer solchen Veranstaltung beizuwohnen ist leider nur den wenigsten im Laufe ihres Lebens vergönnt. Beim Galopprennen verhält es sich da nicht anders. Auch hier gibt es in einer sowieso schon exklusiven Sportart einige Veranstaltungen, die durch ihre besondere Atmosphäre noch einmal deutlich herausstechen. Zwei dieser Events sind glücklicherweise aus deutscher Sicht in „greifbarer“ Nähe:

Den meisten Laien wird wahrscheinlich „The Royal Ascot“ nur unterbewusst ein Begriff sein ohne den Namen zuvor schon einmal gehört zu haben. Es sind Fotos von edel gekleideten Herren und stilvollen Damen mit ausgefallenen Hutkreationen, die das wohl glanzvollste Pferderennen der Welt zu dem gemacht haben was es heute ist. Ausgetragen wird es in diesem Jahr zwischen dem 20. und 24. Juni im Westteil von London. Neben der sportlichen Extraklasse spielt sich hier ein Großteil der Veranstaltung fernab der Bahn ab. Das Rennen hat sich seit seiner Entstehung Ende des 19ten Jahrhunderts zu einem Treffpunkt der High Society entwickelt. Als „normaler“ Zuschauer muss man sich entsprechend dem extravaganten Kleidungsstil anpassen und sich als Frau auch nicht scheuen, eine außergewöhnliche Hutkreation aufzutragen. Als besonderer Anreiz winkt eine Begegnung mit der Queen, die wie in jedem Jahr die Schirmherrschaft über das Event übernommen hat.

Sportlich stiehlt jedoch ein anderes Rennen dem in England deutlich die Show: Der „Prix de l’arc de Triomph“ mit seinem Austragungsort in der Hauptstadt Frankreichs. Erstmals 1920 veranstaltet kann man dieses Rennen auch als die Weltmeisterschaft des Galopprennsports bezeichnen. Wer in diesem Jahr dabei sein will, sollte sich den 30. September und 01. Oktober deutlich in seinem Kalender markieren. Im Osten der Metropole gelegen ist die Pariser Longchamp Rennbahn mit ihrer Länge von knapp zweieinhalb Kilometern wieder Austragungsort dieses einzigartigen Events. Bei der sportlichen Extraklasse und dem Interesse der Öffentlichkeit ist das Preisgeld natürlich auch beachtlich: Stolze sieben Millionen Euro wechseln den Besitz und gehen an den glücklichen Gewinner.

Setzt man als Zuschauer auf das richtige Pferd, kann man sich natürlich auch den ein oder anderen Euro hinzuverdienen. Nicht nur bei den großen Rennen machen eben diese Wetten auf den Sieger des Galopprennens ihren zusätzlichen Reiz aus und gehören zu dieser Sportart wie zu kaum einer anderen. Wer erst einmal keine Möglichkeit hat, direkt vor Ort einem Pferderennen beizuwohnen, oder wer vorab aus den eigenen vier Wänden heraus üben möchte, kann natürlich auch aus der Ferne mitfiebern (Klick hier).


Teile diesen Artikel mit anderen:

Kommentare sind deaktiviert.

banner