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Wenn Opfer im Regen stehen

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Der 22. März ist der Tag der Kriminalitätsopfer.

Ein Opfer von Kriminalität zu werden, das will niemand wirklich erleben. Wir schauen zwar jede Woche millionenfach begeistert „Tatort“ und andere Krimis im Fernsehen an, doch im wahren Leben wollen wohl die wenigsten von uns überhaupt etwas mit der Polizei zu tun haben, schon gar nicht als Opfer eines Kriminalitätsfalls.

Die Faszination dieser Krimis nährt sich auch auffälligerweise vom Einsatz der Kriminalpolizei beim Aufspüren und Ergreifen der Täter. Die Opfer und deren Angehörige spielen meist nur eine Nebenrolle.

Fehlende Opferhilfe

Die Fernsehkrimis sind insoweit ganz real, da sie die wahren Verhältnisse in unserer Gesellschaft widerspiegeln. Während es sich bei Kriminalfällen vor allem um die Täter und deren langsames Entgleiten des bürgerlichen Lebens geht, werden auch in der Realität die Opfer oftmals vergessen.

Dabei hat sich das Leben der Opfer von einem auf den anderen Moment dramatisch verändert. Plötzlich stehen sie ganz allein da. Mit ihrem Schmerz, dem finanziellen Schaden und nicht zuletzt mit ihren Ängsten. Besonders der letzten Punkt macht vielen Kriminalitätsopfern am meisten schaffen. Wer einmal auf offener Straße überfallen und beraubt wurde, oder dessen Wohnung ausgeräumt wurde, der hat das Urvertrauen in die Sicherheit des Lebens verloren.

Viele Opfer kommen damit nur sehr schwer zurecht. Seiner Rolle als Beschützer wird der Staat oft nicht gerecht. Viele Opfer bräuchten dringend jemand, dem sie sich anvertrauen können, und stehen doch allein da.
Der Staat betreibt viel Aufwand, um die Täter dingfest zu machen, sie zu bestrafen und nach der Verbüßung der Strafe wieder in die Gesellschaft einzugliedern. Das ist eine wichtige Aufgabe, die er zu leisten hat, um letztlich für die Erhaltung der Sicherheit der Bevölkerung zu sorgen. Die Hilfe für die Opfer spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle.

WEISSER RING

Der WEISSE RING hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Lücke zu schließen. Seit 40 Jahren versuchen professionelle Opferhelfer den Kriminalitätsopfern eine wichtige Stütze im Leben nach der erlittenen Tat zu sein. Damit Opfer nicht schutzlos bleiben.

Für viele Kriminalitäts- und Gewaltopfer ist die Organisation zu einer wichtigen Anlaufstelle in Deutschland geworden. Über 3.200 ehrenamtliche Helfer stehen den Betroffenen in insgesamt 420 Außenstellen zur Seite und bieten Unterstützung bei der Bewältigung des Alltags an, nachdem die Kriminalität in ihr Leben gekommen ist.

Quelle: YouTube

Der Schauspieler Oliver Mommsen, der selbst als Ermittler im „Tatort“ mitspielt, ruft in diesem Video sehr plastisch dazu auf, die Kriminalitätsopfer nicht im Regen stehen zu lassen.

Der Tag der Kriminalitätsopfer

Am 22. März ist der Tag der Kriminalitätsopfer. Ein Tag an dem jeder Einzelne sich einmal überlegen sollte, was er nach einen Überfall oder Wohnungseinbruch machen würde. An wen könnte man sich wenden? Wer wäre für einen da, um einen zu unterstützen und Halt zu geben?

Jeder, der darauf ein paar Namen aus dem Freundes-, Bekannten- und Familienkreis nennen kann, auf die er sich tatsächlich verlassen könnte im Fall der Fälle, der darf sich sehr glücklich schätzen. Für alle anderen muß die Gesellschaft da sein. Der WEISSE RING ruft deshalb zu mehr Unterstützung für die Opfer von Kriminalität und Gewalt auf.

Jeder kann dabei etwas tun, im einfachsten Fall mit einer finanziellen Spende. Spannen wir alle einen Regenschirm für die Opfer von Kriminalität und Gewalt auf.

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