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Vom Mitarbeiter zur Führungskraft

Was macht einen guten Chef aus?

Nicht jeder, der durch seine fachliche Qualifikation in eine Führungsposition kommt, ist auch automatisch ein guter Vorgesetzter. Häufig fehlt es an der Kompetenz, ein Team zu leiten, die Stärken seiner Mitarbeiter zu erkennen und im Sinne der Unternehmensziele einzusetzen. Gefragt sind Empathie und Authentizität. Nur so lassen sich Mitarbeiter motivieren. – Mitarbeiterführung kann man lernen. In speziellen Seminaren wird genau das Know-how vermittelt, das eine gute Führungskraft ausmacht.

Neue Rolle – neue Kompetenzen

Gerade wenn ein fachlich versierter Mitarbeiter neu mit Führungsfunktionen betraut wird, ist es nicht selbstverständlich, dass er diese Rolle „aus dem Stand heraus“ meistert. Soziale Kompetenz ist nicht angeboren, sie muss erlernt werden. Im besonderen betrieblichen Umfeld, das durch vielfältige Einflüsse und Anforderungen hinsichtlich Zeitdruck, Qualitätsanspruch, Kostenbewusstsein und Wettbewerb geprägt ist, müssen die Leistungspotenziale identifiziert und erschlossen werden.

Ein guter Chef sollte gegenüber seinen Mitarbeitenden stets Aufmerksamkeit und Fairness walten lassen. Im Vordergrund stehen die Arbeitsaufgaben und fachlichen Qualifikationen der Personen, nicht die persönlichen Empfindungen, Sympathien und Antipathien der Führungskraft gegenüber einzelnen Teammitgliedern.

Ebenso wie er unzureichende Leistungen tadeln muss, sollte die Teamleitung auch für gute Arbeit ein Lob aussprechen und dies nicht als Selbstverständlichkeit hinnehmen. Bei Problemen heißt es, schnell auf den Punkt zu kommen, Kritik muss konstruktiv und sachlich klar formuliert werden. Drumherum reden hilft dabei keinem und legt nur den Grundstein für neue Probleme.

Eine gute Führungskraft zeichnet sich auch dadurch aus, dass sie Aufgaben delegieren kann. Sie muss darauf vertrauen, dass die Teammitglieder ihre Aufgaben bestmöglich zum Nutzen des Unternehmens erfüllen. Bei den Reportings über die Arbeitsergebnisse steht nicht die Kontrolle einzelner Mitarbeiter im Vordergrund, sondern die Feststellung, welche Fortschritte das Team als Ganzes auf dem Weg zum Ziel erreicht hat. Fehler sind menschlich, können durch Überlastung oder mangelnde Fähigkeiten entstehen. Darauf muss aber frühzeitig und konsequent reagiert werden. Vorausschauende präventive Maßnahmen, wie z.B. Qualifizierungen, Arbeitsgestaltung, Prozessoptimierungen, minimieren Fehler und Verschwendung.

Ein weiteres Merkmal guter Führungskräfte ist deren Kompetenz, selbstständig und zeitnah Entscheidungen zu fällen und diese auch gegenüber den Mitarbeitenden zu vertreten. Dazu gehören auch schwierige, unpopuläre Entscheidungen, wie z.B. Kündigungen auszusprechen oder ein Projekt zu beenden, das aus dem Ruder gelaufen ist.

Die qualifizierte Führungskraft vermag auch eine professionelle Distanz zu ihren Mitarbeitern zu wahren. Das bedeutet nicht, dass gemeinsame private Aktivitäten außen vor bleiben. Ein zu vertrautes Verhältnis zu einzelnen Mitarbeitern kann jedoch schnell zur Störung des Betriebsklimas führen.

Auf dem Weg zu einem guten Chef

Wie sieht die Entwicklung vom Mitarbeiter zur Führungskraft üblicherweise aus? – Lange Jahre arbeiten gleichberechtigte Kollegen auf Augenhöhe zusammen. Ein Einzelner oder eine Einzelne aus diesem Kollektiv wird irgendwann zur Führungskraft befördert. Dies ist am Anfang  nicht ganz einfach, denn das Verhältnis zu den ehemaligen Kollegen, gegenüber denen man jetzt als Vorgesetzter auftritt, verändert sich – ob man will oder nicht. Auftretende Probleme sollten deshalb frühzeitig in Angriff genommen werden.

Professionelle Unterstützung bieten hier spezielle Seminare. Sie helfen jedem „neu gebackenen Chef“ dabei, die Führungsherausforderungen zu meistern und Anfängerfehler zu vermeiden.

Führungskräfteseminare helfen

Einige Anbieter beruflicher Weiterbildung haben sich auf diese Führungskrafte-Seminare spezialisiert. Auch entsprechende Coachings werden angeboten.

Solche Seminare zeigen auf, wie man den neuen Führungsherausforderungen gerecht werden kann. Beispielsweise werden Instrumente vermittelt, mit denen es Führungskräften gelingt, sowohl die gesetzten Ziele bei der Auftrags- und Projektbearbeitung zu erfüllen, als auch das eigene Team tagtäglich aufs Neue zu motivieren. Fehlzeiten können reduziert werden und  selbst der Umgang mit „schwierigen Mitarbeitern“ stellt keine wirkliche Hürde mehr dar.


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Ein Kommentar

  1. Ich denke, dass sich viele den Schritt vom Mitarbeiter zum Vorgesetzten zu einfach vorstellen. Ich selber habe bereits diverse Seminare dazu besucht und muss sagen, diese helfen, doch in der Realität gibt es so viele Variablen, dass man nicht zu 100 Prozent in einem solchen Seminar vorbereitet werden kann.

    Gerade wenn man in seiner Abteilung befördert wird, hat man das Problem, dass die Kollegen einen immer noch als Kollegen sehen, da ist es schwer die Grenzen deutlich aufzuzeigen, da man irgendwie noch dazu gehören möchte.

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