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Etliche Deutsche fliehen vor den Flüchtlingen nach Ungarn

Flüchtlingsfeinde werden selbst zu Flüchtlingen und suchen Schutz in Ungarn.

Das ist so schräg, das kann man sich wirklich nicht ausdenken. Derzeit gibt es viele Deutsche, die vermehrt nach Ungarn umsiedeln, weil sie sich vor der „Merkelschen Flüchtlingspolitik“ in Sicherheit bringen wollen.

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Ungarn

Das ist genauso unglaublich wie lächerlich. Ausgerechnet nach Ungarn. Das Land, das 1989 als Erstes im Ostblock den Eisernen Vorhang zu Fall brachte, und das gleiche Land, aus dem Merkel aus humanitären Gründen im vergangenen Jahr Flüchtlinge, die über die sogenannte Balkanroute kamen, um Schutz in Europa nachsuchten, nach Deutschland aufnahm, weil der ungarische Regierungschef Viktor Orban die Flüchtlinge am Budapester Bahnhof unversorgt stranden ließ. Ausgerechnet in dieses widersprüchliche Land flüchten nun einige ausländer- und besonders flüchtlingsfeindliche Deutsche und werden so selbst zu Flüchtlingen.

Die Geschichtsfee hat wahrlich einen dunklen sarkastischen Humor.

Immobilien

Seit einigen Monaten werden deshalb Häuser in Ungarn und hier speziell in der Umgebung des Balaton, auch Plattensee genannt, von Deutschen verstärkt nachgefragt. Die Immobilienmakler vor Ort freuen sich über dieses Bombengeschäft, wie dieser Beitrag des ZDF heute beweist:

Quelle: YouTube

Diese Ausländerfeinde wollen lieber in einer überteuerten Bruchbude mitten in der Puszta wohnen, als sich dem Elend der Welt, dessen Auswirkungen in Form von Flüchtlingen nun auch das reiche Deutschland erreichen, zu stellen. Das dürfte eindeutig zu kurz gedacht sein.

Und Tschüß

Auf solche Mitbürger können wir hier jedoch gut verzichten. Und auch hierbei bekommt die Sache wieder einen historischen Bezug, denn 1989 sagte schon Erich Honecker, Staats- und SED-Partei-Chef in der DDR, man solle den Flüchtlingen, die im Sommer ’89 die DDR über Ungarn, die damalige CSSR und Polen verließen, keine Träne nachweinen. Geschichte wiederholt sich also doch immer mal wieder.

Es können einem nur die einfachen Ungarn leidtun, die sich nun mit diesen Deutschen herumplagen müssen.

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