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Danach googeln Briten nach dem Brexit.

Die Abstimmung zum Brexit ist gelaufen, doch viele Briten wissen immer noch nicht, worüber sie da eigentlich abgestimmt haben.

Man mag es ja kaum glauben, aber viele Briten scheinen tatsächlich völlig blind über den Brexit abgestimmt zu haben. Zu diesem Schluß muß man zumindest kommen, wenn man sieht, wonach die Briten am vergangenen Wochenende bei Google gesucht haben.

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Der interessante Punkt dabei ist, daß diese Suchanfragen erst gestellt wurden, nachdem die Abstimmung zum Brexit, bei dem sich bekanntermaßen eine Mehrheit von 52 Prozent für den Ausstieg gestimmt haben, gelaufen ist.

Uninformierte Wähler

Besser wäre es gewesen, die Wähler hätte sich vor der Abstimmung darüber informiert, was ein Brexit in der Realität tatsächlich für sie bedeuten würde. Doch viele haben auf die populistischen Parolen von UKIP und anderen vertraut, und sind nun in einem regelrechten Albtraum erwacht. Dem Land droht der Zerfall, die Börsen und die Währung sind am Boden und die Wirtschaft malt eine düstere Zukunft.

Google Suchanfragen

Doch Dummheit schützt vor Strafe nicht, das ist jetzt auch vielen Briten klar geworden. Nun wollen nun wissen, was in Zukunft auf die Insel zukommt und fragen dafür bei Google nach.

Das sind die meistgestellten Fragen der Briten nach dem Brexit-Referendum:

  1. Was bedeutet das Verlassen der EU für Großbritannien?
    Etwas, was einem vorher klar sein sollte, bevor man Kreuzchen macht.
  2. Was ist die EU?
    Was ich nicht kenne, lehne ich ab!?
  3. Welche Länder sind in der EU?
    Demnächst eines weniger, und mit Schottland und Nordirland zwei neue.
  4. Was passiert, wenn Großbritannien die EU verläßt?
    Jedenfalls nichts Gutes.
  5. Irischer Paß
    Manchen schwant bereits, daß viele Vorteile nur mit einem EU-Paß zu bekommen sind.

Volksabstimmungen kontraproduktiv

Wenn man diese naiven Suchanfragen sieht, dann könnte man wirklich auf die Idee kommen, bei künftigen Abstimmungen und Wahlen einen „Wähler-Führerschein“ verpflichtend einzuführen. Dann könnten die Wähler nur noch dann abstimmen, wenn sie zumindest eine Grundahnung von dem haben, wofür sie sich entscheiden sollen. Manchmal muß man den Wähler auch vor sich selbst schützen.

Die Abstimmung zum Brexit ist Wasser auf die Mühlen derjenigen, die Volksabstimmungen für kontraproduktiv halten. Manche Dinge sind einfach zu komplex, als daß man sie auf eine JA/NEIN- Fragestellung herunterbrechen könnte.

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