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Aktion Mensch: Begegnung

Wenn Menschen mit und ohne Behinderung aufeinander treffen.

Inklusion ist eine der großen Aufgaben unserer Gesellschaft in der heutigen Zeit. Der Umgang mit Menschen, die eine Behinderung haben, ist immer noch nicht so selbstverständlich, wie er eigentlich sein müßte.
Treffen Menschen mit und ohne Behinderung aufeinander, was im Alltag nur relativ selten vorkommt, jeder bleibt halt gern für sich, ist dieses Zusammentreffen von Verspannungen, Vorurteilen und Barrieren geprägt.

Inklusion

Das soll sich in Zukunft ändern. Inklusion beginnt zunächst im Kopf, und dann im Herz. Wer Menschen mit Behinderung als einen „normalen“ Teil unserer Gesellschaft begreift und wahrnimmt, hat auch keine Probleme mehr mit diesen umzugehen.

Am besten lassen sich Probleme und Vorurteile abbauen, wenn Menschen aufeinander treffen und sich miteinander beschäftigen. Die Erkenntnis stimmt ebenso bei Flüchtlingen, die derzeit in großer Anzahl in unser Land kommen, aber natürlich nicht minder bei Menschen mit Behinderung. Persönliche Begegnungen ganz einfach im Alltag lassen uns einander besser kennenlernen. So werden wertvolle Anknüpfungspunkte geschaffen, die alle Menschen einander näher bringen und einen Einblick in die persönlichen Lebenswelt des jeweils anderen gewährt.

Begegnung

Doch noch finden solche Aufeinandertreffen viel zu wenig statt. Die Barrieren, nicht nur die technischen, sondern auch die in den Köpfen, zwischen Menschen mit und ohne Behinderung sind immer noch zu groß. Und der empfundene Vorteil solcher Treffen wird immer noch als zu klein angenommen, vor allem von Seiten der Nichtbehinderten.

Die Aktion Mensch greift diese gesellschaftliche Realität nun im Rahmen der Leitidee „Begegnung“ auf und will dazu animieren, sich mehr auf solche Begegnungen einzulassen. Es geht dabei aber nicht darum, Vorwürfe oder Belehrungen in die Gesellschaft zu schicken, sondern um die Anerkennung der Realität und zunächst auch um das Aufbringen von Verständnis für die Zurückhaltung von Menschen ohne Behinderung, denn Ängste und Barrieren sind menschlich.

Im nächsten Schritt sollen diese Barrieren aber beseitigt werden. Dafür ruft Aktion Mensch dazu auf, Begegnungen mit Menschen mit Behinderungen zu wagen und sich auf diese Menschen einzulassen. Das kann zum Beispiel auch ganz überraschend geschehen, in dem es darum geht, die bestehenden Barrieren sichtbar zu machen und sich mit diesen auseinanderzusetzen.

Wenn sich darauf viele Menschen einlassen und Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Behinderung eines Tages wirklich normale Realität wird, dann ist das gelebte Inklusion, die letztlich der gesamten Gesellschaft zu Gute kommt.

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