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Merkels Milliarden-Vernichtung

Die Politik von Merkel und Schäuble hat in der Griechenlandfrage alles nur viel teurer gemacht.

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Die Schuldenuhr tickt unaufhaltsam. Für Griechenland wird es immer schwieriger genügend Geld aufzubringen, um alte Schulden termingerecht zurückzuzahlen. In dieser Woche sind 460 Millionen fällig, die Griechenland an den Internationale Währungsfonds (IWF) zahlen muß, um einen Kredit zu begleichen. Im Moment sieht alles danach aus, daß dieses Geld pünktlich überwiesen werden kann.

Doch damit ist die Krise nicht ausgestanden. Die nächsten Zahlungstermine sind bereits dick im Kalender markiert. Und noch steht nicht fest, ob Griechenland auch weiterhin der Lage sein wird, pünktlich zu zahlen. Noch gibt es verschiedene Möglichkeiten, um das notwendige Geld aufzutreiben. Da wären neue Kredite, auch wenn diese sehr teuer werden dürften, irgendwelche Sozialkassen, die noch nicht komplett geplündert wurden, Überschüsse aus der Rentenkasse oder Förderrechte für Öl vor Griechenlands Küsten, von dem man glaubt, es in riesigen Mengen ausgemacht zu haben. All das könnte dafür sorgen, daß Griechenland immer wieder kurz vor Ultimo den Kopf aus der Schlinge bekommt. Doch besonders nachhaltig ist das nicht.
Einzig die Reparationsleistungen, die jetzt vom Weltkriegsauslöser Deutschland in Höhe von 278 Milliarden Euro gefordert werden, könnten Griechenland nachhaltig sanieren. Daß diese Forderungen wirklich in den nächsten Monaten beglichen werden, glauben wohl nicht einmal die Griechen selbst.
Und so hangelt Griechenland von einem Zahlungstermin zum nächsten und versucht alte Schulden durch neue abzulösen. Wohin dies führt, konnte man lange Jahre bei „Schuldenberater Peter Zwegat“ im Privatfernsehen begutachten. Am Ende wird das Kartenhaus unweigerlich in sich zusammenfallen. Je länger man wartet, desto größer wird der Schaden am Ende sein.

Schuldenschnitt oder Grexit

Ein Austritt Griechenlands aus dem Euro wird immer wahrscheinlicher. Dabei kann ein Grexit nicht ernsthaft gewollt sein. Die Auswirkungen in Griechenland selbst werden verheerend sein, aber auch im Rest von Europa wird man das ökonomische und politische Beben zu spüren bekommen. Finanzexperten gehen davon aus, daß der Zusammenbruch der Lehman Brothers Bank, der Ende 2008 eine globale Finanzkrise auslöste, gegen die Auswirkungen eines Grexit nur ein laues Lüftchen war.

Einzig ein Schuldenschnitt kann jetzt noch den Euro-Austritt Griechenlands verhindern. Das Problem dabei ist nur, daß Merkel und Schäuble diesen logischen Schritt sein Anbeginn der Krise ausgeschlossen haben. Die Deutschen sollen nicht für Griechenlands Schulden aufkommen, so das Credo Merkels, das wenig wirtschaftlichen Sachverstand erkennen läßt. Schon heute werden deutsche Sparer tagtäglich durch die historisch niedrigen Zinsen enteignet und zahlen mit ihrer Altersvorsorge für die verfehlte Politik der deutschen Bundesregierung.

Hätte man bereits 2008 oder spätestens 2010, als Merkel immer wieder ihre alternativlose Sparpolitik predigte, einen Schuldenschnitt durchgeführt, wäre dieser einige hundert Milliarden Euro billiger geworden. Durch Merkels Aussitzen wird der unausweichliche Schritt nun für alle erheblich teurer werden.
Der volkswirtschaftliche Schaden, den Merkel und Schäuble durch ihre Politik angerichtet haben, müßte die beiden vernünftigerweise aus allen Ämtern fegen und vor ein ordentliches Gericht bringen. Doch der Großteil der deutschen Wähler vertraut auch weiterhin diesen Geldvernichtern und sieht alle Schuld bei den „faulen Griechen“.

Pest oder Cholera

Durch das Zögern von Merkel ist nun soweit gekommen, daß es tatsächlich alternativlos geworden ist, sich zwischen Grexit oder Schuldenschnitt zu entscheiden. Beides wird Deutschland etliche Milliarden Euro kosten, die unweigerlich verloren sind. So oder so.
Sollte man es jedoch auf einen Grexit ankommen lassen, dann sind die wirtschaftliche und politischen Folgen darüber hinaus für ganz Europa unabsehbar.

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