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Wir sind das Volk! #nopegida

Pegida-Demo in Dresden gewinnt immer mehr Zulauf.

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Als Deutscher muß man sich dieser Tage vermehrt fremdschämen, wenn man an die Pegida-Demos in Dresden und anderswo und an deren Wirkung auf ausländische Mitbürger und das Ausland selbst denkt. Politische Wirrköpfe und Partygänger beschädigen ganz bewußt das Ansehen des von ihnen doch so geliebten deutschen Vaterlandes.

Doch welches sind die vermeintlichen Gründe, die diese „Wutbürger“ nach dem Besuch des Weihnachtsmarktes auf die Straße treibt? Neben plumper Ausländerfeindlichkeit ist da wenig Substanz zu finden. Es geht im Allgemeinen gegen alles Fremde. Gegen Ausländer, gegen die Islamisierung Deutschlands, gegen Asylanten, gegen Flüchtlinge und deren vermeintliche üppige finanzielle Unterstützung durch den Staat auf Kosten der armen Deutschen.

Gegen alles Fremde

Bei näherer Betrachtung sind das natürlich nur hohle Phrasen. Von durchdringender Islamisierung der deutschen Gesellschaft kann niemand bei klarem Verstand ernsthaft sprechen. Und die üppige Überversorgung der Flüchtlinge und Asylanten kann sich jeder direkt vor Ort ansehen, der mal ein Flüchtlingsheim besucht. Wer die vielerorts vorhandene materielle und menschliche Not der dort lebenden Personen live erlebt hat, der wird ganz automatisch nach Wegen suchen, wie er diese Menschen noch zusätzlich unterstützen könnte. Von Reichtum oder spätrömische Dekadenz können diese Menschen, die nach ihrer Flucht tatsächlich nichts mehr haben, nur träumen.

Zeit der Nächstenliebe

Man muß sich allerdings tatsächlich einmal fragen, was in den Köpfen der Menschen vorgeht, die allwöchentlich zur Pegida Demonstration nach Dresden kommen. Gerade jetzt zur Weihnachtszeit. Christliche Werte und Weihnachten stehen doch ganz oben auf der Pegida-Agenda. Wissen diese Demonstranten wie schizophren das ist? Weihnachten ist die Zeit der Nächstenliebe. Da soll man sich fremde Menschen ins Haus holen und mit ihnen gemeinsam das Weihnachtsessen genießen, auf daß man sich kennenlernt. Die komplette Weihnachtsgeschichte basiert auf diesem Grundgedanken. Und ausgerechnet zu dieser Zeit demonstriert Pegida gegen Ausländer und Fremde? Die Hölle wartet schon.

Wir sind das Volk!

Auch die Verwendung und Beschmutzung des Rufes „Wir sind das Volk!“ zeigt, daß diese Demonstranten nicht von der Wand bis zur Tapete denken. Der Spruch heißt „Wir sind DAS Volk!“, da gehören alle dazu, auch die hier lebenden Ausländer. Von „Wir sind das Deutsche Volk!“ war nie die Rede. Gerade zur Wendezeit in der DDR war es wichtig, daß wirklich alle Menschen, das ganze Volk zusammenstehen, um so gemeinsam die politische Macht wegzufegen. Mit „Teile und Herrsche“ hat eine Revolution noch nie funktioniert.

Pegida stoppen!

17.500 Pegida-Anhänger sind gestern Abend in Dresden auf die Straße gegangen. Das klingt viel, gegen die 70.000 Menschen, die in Leipzig gegen SED und Stasi für die Freiheit demonstriert haben, ist es aber nur ein kleiner Haufen. Doch jetzt heißt es: Wehret den Anfängen!
Wer nie verstanden hat, wie es die Nationalsozialisten schaffen konnten, ein ganzes Volk in den Gleichschritt zu zwingen, der kann jetzt in Dresden beobachten, wie der Virus der Fremdenfeindlichkeit um sich greift und immer mehr Anhänger findet.

Dieses Treiben muß jetzt gestoppt werden. Diese Saat, die auch von Leuten, wie Thilo Sarrazin gelegt wurde, darf nicht weiter aufgehen! Es wird Zeit, daß die Demokraten in diesem Land vermehrt und geballt ihre Stimme gegen Pegida und Co. erheben und diesen Spuk beenden. Die politische und menschliche Bildung großer Teile der Bevölkerung bedarf einer nachhaltigen Grundsanierung.

Die allermeisten Pegida-Demonstranten dürfte man aber sehr schnell von der Straße bekommen. Einfach zur nächsten geplanten Demo in der Nähe ein Partyzelt aufbauen und Fußball, Titten und Freibier versprechen, und schon ist Ruhe auf der Straße.

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