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Patientenberichte und Studien beweisen: Cannabis ist Medizin!

Cannabis ist kein Wundermittel, nein, aber es ist Medizin. Ein wichtiges und für viele Menschen unverzichtbares Heilmittel in der Behandlung ihrer zumeist chronischen Leiden. Das beweisen nicht nur die Berichte von Patienten, sondern auch die zahlreichen Studien, die zu Cannabis als Medizin in den letzten  Jahren stattgefunden haben.

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Mittlerweile gibt es weltweit einige tausend Studien, die belegen, dass Cannabis bei allerlei Krankheiten und Leiden hilft. Das komplette Alphabet kann man durchforsten , Cannabis ist oft, meistens sogar die einzige, wirklich wirksame Medizin.

Was ist medizinisches Cannabis?

Medizinisches Cannabis, auch medizinisches Marihuana oder Mediwiet genannt, wird zur Behandlung oder Linderung von einem oder mehreren Symptomen, einer Beschwerde oder einer Krankheit eingesetzt. Von der Anwendung als Genussmittel oder des Konsums für spirituelle Zwecke kann dabei nicht die Rede sein. Bei der medizinischen Nutzung geht es vor allem bzw. ausschließlich darum, Linderung zu erfahren. Es geht um Heilung und auch um Alltagsbewältigung.

Wofür wird medizinisches Cannabis verwendet?

Patienten mit chronischen Schmerzen können mit dem Medikament Cannabis Schmerzlinderung ohne unerwünschte Nebenwirkungen erfahren. Patienten mit ADHS hilft die Pflanze dabei, konzentriert, aufmerksam und gleichzeitig weniger hektisch, angespannt und aufbrausend zu sein. Herkömmliche Medikamente hingegen, zum Beispiel Herointabletten und Ritalin, können zu Aggressivität, Schlafstörungen, Angstgefühlen, Verstimmungen/Depression und emotionaler Labilität führen.  Bei Tourette-Syndrom-Patienten schwächt bzw. stoppt Cannabis die Ticks and Muskelzuckungen für einen gewissen Zeitraum. Krebspatienten berichten von weniger Übelkeit und mehr Appetit während der Chemotherapie, und sogar vom Rückgang von Tumoren und der Heilung vom Krebs.

Jede Cannabissorte, die eine effektive Menge von aktiven Cannabinoiden (THC, CBD und CBN, um nur 3 zu nennen) enthält, kann als medizinisches Cannabis betrachtet und zu diesem Zweck angewendet werden.

Ein bisschen Geschichte

Die Geschichte der Verwendung von medizinischem Cannabis kann bis in die Anfänge der Medizin und der Pharmakologie zurückverfolgt werden, als die Menschen damit begannen, Pflanzen erstmals bewusst zu Heilzwecken zu verwenden und nicht nur als Nahrungsquelle.

Die erste überlieferte Erwähnung von Cannabisnutzung in einem medizinischen Zusammenhang stammt aus dem Shennong pên Ts’ao ching, dem Großen Kräuterbuch [der Enzyklopädie] des Kaisers Shennong, einem der ersten Texte der Kräutermedizin, der auf die Zeit um 2700 v. Chr. zurückgeht.

Der flämische Medizinprofessor Rembert Dodoens hat im Jahr 1608 Cannabis, dessen Wachstum und Entwicklung in seinem Kräuterbuch erstmals detailliert beschrieben. Erst im 18. Jahrhundert wurde Cannabis wissenschaftlich klassifiziert.

Der irische Wissenschaftler Dr. William Brooke O’Shaughnessy hat die westliche Welt im Jahr 1839 mit der jahrhundertelangen medizinischen Anwendung von Cannabis und Haschisch in Indien bekannt gemacht. Seitdem begann man, Tinkturen Cannabisextrakte hinzuzufügen. Kombiniert hat man diese teilweise auch mit anderen Opiaten, Kräuterextrakten und sogar Kokain.

Mitte des 19. Jahrhunderts stellte fast jeder Apotheker seine eigenen Cannabistinkturen her. Zum Endes des 19. Jahrhunderts wurde dies von pharmazeutischen Unternehmen wie Parke-Davis & Co. Und Eli Lilly übernommen. Nach den Opiaten war Cannabis der am zweithäufigsten genutzte Wirkstoff in Medikamenten, die in europäischen und amerikanischen Apotheken angeboten wurden.

Mit der in den  1930er Jahren einsetzenden Verteufelung und Kriminalisierung von Cannabis waren viele chronisch kranke Menschen auf einmal gezwungen, nach illegalen Quellen für Cannabis zu suchen.

Seit einigen Jahren aber zeichnet sich eine Wende ab. Aktivisten und Patienten kämpfen zunehmend erfolgreich für Cannabis als Heilmittel. In den USA haben bereits 23 Bundesstaaten medizinisches Cannabis legalisiert. Auch wenn die Mühlen in Deutschland deutlich langsamer mahlen, kann man den Ruf nach Legalisierung der Pflanze nicht länger aufhalten. Zur Zeit kann man eine Petition beim Deutschen Bundestag für medizinisches Cannabis mitzeichnen.


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Ein Kommentar

  1. Sehr interssanter Artikel. Weiter so.

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