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Bundesliga per Livestream sehen

Ist das legal? Worauf muß man achten.

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Am kommenden Wochenende hat für viele Männer das Leben wieder einen Sinn: Die Fußball Bundesliga startet in die neue Saison. Das ist zwar traurig für die Partner und hauptsächlich die Kinder, da viele Männer offenkundig unfähig geworden sind, ihre Freizeit und Wochenenden sinnvoll und möglichst mit der Familie zu gestalten, aber es ist ein Fakt in deutschen Haushalten.

Doch die Zeiten, in denen Vati die Bundesliga praktisch live für GEZ-Gebühren ins Wohnzimmer geliefert bekam, sind lange vorbei. Heute beherrscht der PayTV-Sender Sky das Geschehen auf dem Bildschirm. Sky hat sich die Übertragungsrechte für die gesamte Saison gesichert und bietet den Fußball-Fans dementsprechende kostenpflichtige Abos an. Wer kein Sky Abo hat, schaut buchstäblich in die Röhre. Und die bleibt ohne Abo schwarz.
So kommen manche auf die Idee, die geliebte Bundesliga per Livestream im Internet anzusehen. Dabei kann man jedoch schnell ins rechtlich gefährliche Abseits geraten.

Solange man sogenannte „passive Streams“ per Internet-Browser nutzt, die beispielsweise von russischen oder arabischen Sendern ins Internet gestellt werden, die das Sky-Signal eigentlich für ihren Markt  nutzen sollen, befindet man sich in einer rechtlichen Grauzone. Das Nutzen dieser Streams wird wohl eher als legal einzustufen sein und nicht zu Problemen führen, da die Streams praktisch nur flüchtig auf den Computer geladen werden. Vollständige Video-Dateien werden so nicht erzeugt.
Auch die Nutzung einer VPN-Verbindung, die bspw. dem entsprechenden Server des schweizer Fernsehens vorgaukelt, daß man mit einer schweizerischen IP-Adresse surft und deshalb deren freien Live-Stream nutzen darf, ist völlig legal.

Sollte man aber zu einem P2P-Stream greifen (wie z.B. SopCast), für den man eine spezielle Software installieren muß, mit der man wiederum den Stream an anderen Nutzer verteilt, dann macht man sich strafbar. Denn in diesem Fall würde man aktiv urheberrechtlich geschütztes Material verteilen. Eine teure Abmahnung ist noch das Mindeste, was dadurch riskiert. Da sollte man sein Geld doch besser in ein Sky-Abo investieren.

Wem das alles zu teuer oder zu kompliziert ist, der entscheidet sich entweder dafür, die Zeit doch mit seiner Familie zu verbringen oder er geht in eine Bar oder Kneipe mit PayTV-Anschluß. Dort kann er dann unter Gleichgesinnten die Bundesliga ansehen. Und wenn der Wirt clever ist, dann nutzt der einen ausländischen Anbieter fürs PayTv, weil diese meist billiger sind, nachdem Sky die Gebühren für die Kneipen in dieser Saison erhöht hat. Nach europäischem Recht darf Sky nicht auf einen Gebietsschutz pochen und der Wirt kann jederzeit einen ausländischen, billigeren Anbieter für die Übertragung der Bundesliga nutzen.

Quelle: Meedia

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