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USA: Parkplatzspitzel melden Falschparker und bekommen Anteil vom Bußgeld

Kopfgeldjäger 2.0 per Smartphone App

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Die USA haben mit dem NSA-Überwachungsprogramm PRISM der Welt mal wieder ganz unverblümt gezeigt, was ihnen Bürgerrechte und Datenschutz bedeuten. Nämlich nichts. Diesem Treiben endlich Einhalt und den Whistleblowern Schutz zu gebieten, wird nun dringende Aufgabe der Weltgemeinschaft sein.

Doch nicht nur fremde Länder und deren Bevölkerung und Unternehmen geraten ins Fadenkreuz der US-Spitzel. Auch die eigenen Einwohner müssen mit ständiger und immer dichter werdenden Totalüberwachung, die sich selbst auf die normale Briefpost bezieht, rechnen. Die Heimatschutzbehörde in Delaware, ein Bundesstaat an der Ostküste der USA und nebenbei auch ein Steuerparadies für Unternehmen aus der ganzen Welt, hat jetzt eine Smartphone App herausgegeben, mit der jeder verdächtige Aktivitäten und Fahrzeuge melden kann. Das ist für die Behörden praktisch Echtzeitüberwachung zum Nulltarif.

Besorgte Bürger sollen mit der Nutzung dieser App zum Schutz vor Terrorismus beitragen. Ein Totschlagargument, mit dem sich jeder Eingriff in die Bürgerrechte und den Datenschutz rechtfertigen läßt. Nur ein Land ohne Bürgerrechte benötigt am Ende auch keinen Schutz mehr, denn solch ein Land ist nicht schützenswert.

Die App ermöglicht aber auch die Meldung von anderen minderschweren Vergehen. Und selbst Parkplatzsünder sind nun vor übereifrigen Bürgern, man kann sie auch als Denunzianten bezeichnen, nicht mehr sicher. Jeder, der zuviel Freizeit hat, kann nun ganz einfach per App Falschparker melden und wird sogar noch prozentual am Bußgeld beteiligt. Das sind dann Kopfgeldjäger 2.0.

Armes Amerika.

Quelle: DRadio

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