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Was beachten beim Immobilienkauf?

Immobilien werden in der derzeitigen Niedringzins-Zeit eine immer beliebtere Geldanlage, weil Finanzierungen zu wesentlich besseren Konditionen zu haben sind als noch vor wenigen Jahren. Eine gute Finanzierung mit einem vernünftigen Konzept ist zusammen mit der gründlichen Suche nach einer geeigneten Immobilie das A und O, um in den eigenen vier Wänden glücklich alt zu werden, ohne sich zu überschulden.

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Kosten beim Immobilienkauf
Bei Finanzierungen ist zu beachten, dass in aller Regel ein gewisses Eigenkapital mitgebracht werden muss. Rund 30 Prozent der Gesamtsumme sollte als Eigenkapital vorhanden sein. Doch es ist zu beachten, dass zu dem Kaufpreis an sich in jedem Fall weitere Kosten hinzukommen, die in die Finanzierung mit einbezogen werden müssen. Falls Sanierungen oder Umbauten durchzuführen sind, sollten diese eingepreist werden (beispielsweise durch die Einholung von Handwerkerangeboten). Oft läuft für einen gewissen Zeitraum die Mietzahlung noch neben der Darlehenszahlung her, etwa weil Bauarbeiten den zeitigen Umzug in das neue Eigenheim verhindern – dies ist ebenfalls mit einzukalkulieren. In jedem Fall fallen aber beim Immobilienerwerb Notarkosten und Grunderwerbsteuer an, in manchen Fällen auch noch Maklerprovisionen oder Ähnliches. Diese Positionen sind in der Finanzierung auf keinen Fall außer Acht zu lassen.

Grunderwerbsteuer: Auf das Bundesland kommt es an
Bis 2007 war in allen Bundesländern eine einheitliche Grunderwerbsteuer von 3,5 Prozent des Kaufpreises vorgeschrieben. Diese wurde dem Steuerpflichtigen vom Finanzamt in Rechnung gestellt, nachdem dieses den notarisierten Kaufvertrag erhalten hatte, und erst nach der Zahlung war eine Eigentumsumschreibung im Grundbuch möglich. An diesem Vorgehen hat sich nichts geändert, doch alle Bundesländer bis auf Sachsen und Bayern haben in der Zwischenzeit den Steuersatz nach oben angepasst. Vorreiter war per 01.01.2007 Berlin, indem die Steuer um einen Prozentpunkt auf 4,5 Prozent angepasst wurde. Hamburg folgte 24 Monate später zum 01.01.2009. Im Laufe des Jahres 2011 passten sechs weitere Bundesländer ihren Steuersatz von 3,5 auf 4,5 oder sogar 5 Prozent an, 2012 hoben sechs weitere Bundesländer den Steuersatz an, darunter Berlin – diesmal auf 5 Prozent. Per 01.01.2013 folgt nunmehr Hessen dem Trend und hebt den Steuersatz auf 5 Prozent, ebenso wie das Saarland, das 2012 auf 4,5 Prozent erhöht hatte und nun mit 5,5 Prozent Grunderwerbsteuer den Spitzensteuersatz bietet. Informationen zur Höhe der Grunderwerbsteuer in Ihrem Bundesland können Sie z.B. hier im Kredite Infoportal finden. Die Erhöhung der Grunderwerbsteuer in den einzelnen Bundesländern hat übrigens auch auf dem Immobilienmarkt einiges bewegt, denn viele Verkäufe gingen absichtlich vor dem Datum der Grunderwerbsteuer-Anhebung über die Bühne. Die Erhöhung der Grundsteuer trägt ihren Teil zur Stützung oder Sanierung der öffentlichen Haushalte bei.

Fazit
Der Immobilienerwerb will gut durchdacht sein, und die Finanzierung ist von größter Wichtigkeit. Es sind wirklich alle anfallenden Kostenpositionen und die eigene Lebensplanung zu bedenken, wenn man mit der Idee spielt, sich ein Haus zu kaufen oder zu bauen. Genügend Reserven sollten auf alle Fälle vorhanden sein.

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3 Kommentare

  1. Du meine Güte – nicht leicht.

  2. Beim Hauskauf würde ich immer einen Gutachter mitnehmen, kostet zwar ganz schön, aber es zahlt sich aus.

  3. Pingback: Die eigenen vier Wände: So finanziert man richtig » Finanzierung, Immobilien, Niedrigzins » Informelles

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