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Das ändert sich 2012

Von diese Änderungen werden die Verbraucher im neuen Jahr betroffen sein.

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Zu Beginn den neuen Jahres gibt es wieder zahlreiche Änderungen für die Verbraucher in Deutschland. Einige Neuregelungen werden für ein wenig mehr Geld im Portemonnaie sorgen. Insgesamt werden aber die bereits gestiegenden und zusätzlich weiter steigenden Preise für Energie und Gesundheit dafür sorgen, daß am Ende den meisten Menschen weniger Geld zur Verfügung stehen wird.

Im Einzelnen sind das die folgenden Änderungen:

Bereich Familie
Die Beantragung von Kindergeld wird etwas entbürokratisiert.
Kinderbetreungskosten können leichter steuerlich geltend gemacht werden.
Die Witwenrente wird schrittweise angepaßt.
Ab nächsten Jahr wird es erstmals möglich, Familienpflegezeit zu nehmen, um Familienangehörige zu pflegen.

Bereich Arbeit
Der Hartz4-Regelbedarfssatz erhöht sich auf 374 EUR. Auch die anderen Hartz4-Sätze werden nach oben angepaßt.
Die Voraussetzungen für einen Gründungszuschuß und die Höhe der Zahlungen werden geändert.
Die Sonderregelungen zum Kurzarbeitergeld laufen aus.
Erstmals gilt für Leiharbeiter eine Lohnuntergrenze von 7,01 EUR (7,50 EUR ab 01.11.2012) in Ost und 7,89 EUR (8,19 EUR ab 01.11.2012) in West.
Die Werbungskostenpauschale für Arbeitnehmer wird auf 1.000 EUR erhöht.
Die Regelungen zur Pendlerpauschale werden vereinfacht.
Die Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzl. Kranken- und Pflegeversicherung erhöht sich auf 3.825 EUR. Erst ab 4.237 EUR monatlichem Einkommen steht der Weg in die private Krankenversicherung offen.

Bereich Altersvorsorge
Der Beitragssatz zur gesetzl. Rentenversicherung sinkt auf 19,6 Prozent.
Die Rente ab 67 startet schrittweise. Damit ändern sich auch die möglichen Renteneintritte und damit einhergehenden Rentenkürzungen bei vorzeitiger Rente. Das wirkt sich auch auf die betriebliche und private Altersvorsorge und deren steuerliche Anerkennung aus.
Bei Riesterverträgen gilt ein Mindestsparbeitrag von 60 EUR für alle, um zulagenberechtigt zu sein.
Rürup-Sparer können höhere Summen der eingezahlten Beiträge steuerlich geltend machen.

Bereich Gesundheit
Die Garantiezinssätze in der Lebensversicherung sinken, ebenso die Überschußbeteiligungen.
Zahnersatz wird für gesetztlich Versicherte teurer. Die gesetzl. Krankenkassen zahlen nur noch die Regelversorgungen.

Bereich Verkehr
TÜV-Plaketten werden teurer.
In der Teil- und Vollkasko-Versicherung werden die Typklassen neu kalkuliert.
Die Nachrüstung von Rußpartikelfiltern in alten Dieselfahrzeugen wird mit 330 EUR und damit stärker als früher gefördert.

Bereich Haushalt
Die Preise für Stom und Gas steigen weiter. Zahlreiche Anbieter haben Preiserhöhungen angekündigt.
Die Einspeisevergütung für Strom aus Photovoltaikanlagen sinkt um 15 Prozent auf 24,43 Cent pro kWh.
Vermietungen an Verwandte können nur noch dann voll steuerlich geltend gemacht werden, wenn die Miete mindestens 66 Prozent der Ortsvergleichsmiete beträgt.
Die Grunderwerbssteuer steigt in Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein auf 3,5 Prozent.
Für 2012 wird eine Reform des Mietrechts erwartet.

Bereich Finanzen
Das sogenannte P-Konto = Pfändungsschutzkonto wird eingeführt. Guthaben bis zu 1.028,89 EUR sind auf diesem P-Konto vor Pfändung geschützt. Der Schutzbetrag gilt monatlich und jeden Monat neu. Er erhöht sich für nichtgenutzte Beträge und für Unterhaltsverpflichtungen und empfangene Sozialleistungen. Normale Girokonten sind nicht mehr vor Pfändung geschützt. Diese müssen in ein P-Konto umgewandelt werden.

All diese Änderungen sind in dieser Grafik anschaulich zusammengefaßt:

Weitere Informationen und Quelle: Finanzmagazin wofam.de

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