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Super Hitze – kein Recht auf Hitzefrei

10 immer wiederkehrende Schlagzeilen – Die Hitze und die Medien.

Die Hitze, die heute flächendeckend über Deutschland brütet, wird mal wieder dafür sorgen, daß altbekannte Artikel in den Offline- und Online-Medien ausschlüpfen dürfen.

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Da werden dann zum tausendsten Mal so brennende Fragen geklärt, wie:

  1. Wieviel nackte Haut darf man im Büro zeigen?
  2. Hat man ein Recht auf Hitzefrei?
  3. Sind kurze Ärmel erlaubt?
  4. Wie weit darf der Ausschnitt gehen?
  5. Muß ich viel trinken?
  6. Sind kurze Hosen erlaubt?
  7. Dürfen Bauarbeiten mit nacktem Oberkörper arbeiten?
  8. Wie kurz darf der Minirock sein?
  9. Fenster auf oder zu? Wie man sich mit den Kollegen einigt.
  10. Klimaanlagen richtig benutzen.

Schlechte Beispiele dafür gibt es hier, hier, hier, hier, hier und hier.

Wer will das alles immer und und immer wieder wissen und lesen? Oder anders gefragt: Sind die heutigen Redaktionen wirklich so einfallslos, daß sie alljährlich auf die gleichen Artikel zurückgreifen müssen, nur um irgendwie mit irgend etwas die Seiten zu füllen?

Welcher Leser will immer wieder Beiträge wie „Spargel mal anders“, „Tolle Weihnachtsgeschenke für wenig Geld“, „Recht auf Hitzefrei“ oder „Wann soll ich meine Reifen wechseln“ lesen? Einfache Antwort: Keiner.

Solche Lückenfüller werden unbeachtet überlesen oder überblättert. So weit nicht schlimm für die Medien. Doch die Häufung solcher sinnlosen Artikel läßt beim Leser das ungute Gefühl aufkommen, daß die Redaktion keinen ausgeprägten Qualitätsanspruch an sich selbst hat oder im schlimmsten Fall die Konsumenten für dumm hält. Beides keine Punkte, die für eine lange Leserbindung sorgen könnten.

Über diesen Punkt wiederum sollten die Medien nachdenken. Kurzfristiges Denken hat noch niemanden genützt. Wer mit seinen redaktionellen Ergüssen Geld verdienen will, muß auch dafür sorgen, daß immer wieder neue werthaltige Artikel erscheinen. Die stete, sich wiederholende Verwurstung von immer gleichen Artikeln wird dafür kein Weg sein.

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