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Spendenwahnsinn: Alle Jahre wieder.

Advent, Advent die Spendenindustrie brummt.

Alle Jahre wieder dreht die Spendenindustrie im Dezember zur Höchstform auf. Werbemails in elektronischer und papierener Form erreichen die Menschen zuhauf, TV- und Radio-Sender drücken auf die Tränendrüse und auch im gesellschaftlichen Leben in Stadt und Land versucht so mancher Spendeneintreiber sein Glück. Und da werden in Kindergärten, Schulen und Vereinen für mit Missions-Hintergedanken belasteten Aktionen wie „Weihnachten im Schuhkarton“ gesammelt.

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Ob die einzelnen Aktionen sinnvoll sind oder nicht und ob das Geld auch da ankommt, wo es soll, wird nicht hinterfragt. Spenden als Advent-Event. Pünktlich nach Weihnachten und dem Abnehmen des Schmuck am Christbaum ist die Pest dann wieder für 11 Monate vorbei.

Seriöse Spendenorganisationen

Damit tun sich die seriösen Spendenorganisationen, die es gibt und die immer noch in der Mehrzahl sind, keinen Gefallen. Mag sein, daß zu Weihnachten die Geldbörse bei vielen Menschen lockerer sitzt als sonst. Diese geballt auftretende Penetranz der Spendeneintreiber tut der Sache an sich jedoch nicht gut. Und die Auswirkungen der Finanzkrise, die sich langsam aber sicher auch in Deutschland bemerkbar machen und im kommenden Jahr nach der NRW-Wahl vollends durchschlagen werden, beeinflussen die Spendenbereitschaft schon jetzt negativ.

So schön die in Behindertenwerkstätten handgemalten Weihnachtskarten auch sein mögen, über Geschmack läßt sich bekanntlich nicht streiten, bei besser über das Jahr verteilten Aktionen würde sicherlich mehr Geld zusammen kommen.

Alle Jahre wieder

Ändern tut sich aber nichts. Jedes Jahr das gleiche traurige Spiel. Man könnte jedes Jahr den gleichen Beitrag dazu schreiben. Das will natürlich keiner, deshalb hier der Link zum Beitrag „Weihnachten und der Spendenwahnsinn“ vom Dezember 2008. Der ist leider immer noch top aktuell.

Wer wirklich spenden will, darf das jedoch ruhig tun, auch jedes Jahr aufs Neue. Vor dem Geldgeben sollte man sich aber ein paar Minuten Zeit nehmen und darüber nachdenken, wer das Geld einsammelt und für wen es am Ende gedacht ist.

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Ein Kommentar

  1. Hallo,

    die Liste der vertrauenswürdigen Organsiationen sollte auch um die Spendenplattform http://www.wikando.de ergänzt werden.

    Ich suche mir regelmäßig auf der Plattform ein Hilfsprojekt aus, das ich mit einer Geldspende oder Sachspende unterstützen möchte. Dabei finde ich es super, dass ich anhand der Fortschrittsdokumentation mit Bildern udn Texten sehen kann, wie sich das Projekt weiterentwickelt. Und als ich noch ein paar Fragen hatte, habe ich dem Projektverantwortlichen geschrieben und auch sehr schenll eine Rückantwort erhalten.

    Für mich ist das die perfekte Art und Weise, auch kleine Projekt zu unterstüten – und das sogar zu Weihnachten 🙂

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