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NPD in Thüringen droht schwarzem Politiker

Die rechtsextreme NPD in Thüringen droht einem schwarzen Politiker.

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Der Politiker Zeca Schall wird zur Zeit von der NPD bedroht. Er ist für die CDU im Kreistag Hildburghausen und Integrationsbeauftragter der CDU-Landesregierung. Zur Zeit sieht man ihn zusammen mit Ministerpräsident Althaus auf einem CDU-Plakat im Landtagswahlkampf in Thüringen.
Schall ist gebürtiger Angolaner und hat eine schwarze Hautfarbe. Deshalb ist er wohl zur Zielscheibe der Rechtsextremen aus den Reihen der NPD geworden.

In einer Verlautbarung der NPD hieß es gestern, man wolle das „direkte Gespräch mit Schall in einer Gasse suchen“ und ihm dabei „direkt dazu animieren, in seiner Heimat Angola ein neues Leben zu beginnen“. Außerdem beschimpfte die NPD Schall als „CDU-Quotenneger“ und verlangte die Besetzung von Schalls Arbeitsplatz mit einem Thüringer.

Die CDU bangt nun um die Sicherheit von Zeca Schall und hat deshalb zu Solidaritätsbekundungen unter ihren Mitgliedern aufgerufen. Außerdem wurden der Staatsschutz aufgerufen, die Möglichkeiten zum Schutz von Schall zu prüfen, und rechtliche Schritte gegen die NPD in Betracht gezogen.

Offenbar fühlt sich die NPD nach den dilettantischen Versuchen der Vergangenheit, diese rechtsextreme Partei zu verbieten, allzu sicher und gluabt mit ausländerfeindlichen Aktionen und Parolen einige Stimmen fangen zu können. Diesem Treiben muß endlich Einhalt geboten werden!

Das ist zur Abwechslung mal eine echte Bedrohung für unsere Verfassung und Demokratie. Doch das Bundesinnenmisterium und seine Helfer im BKA und unzähligen Nachrichtendiensten jagen lieber virtuelle Terroristen und kämpfen gegen den „rechtsfreien Raum“ im Internet. Das macht sich besser im Wahlkampf und am Stammtisch.
Freiheitsbeschneidungen für eine populistische „totale Sicherheit“ in Deutschland, so sieht die Politik der CDU und ihres Innenministers Schäuble aus. Aber auf dem rechten Auge ist man offenbar blind.

Quelle: taz

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3 Kommentare

  1. hehe… also mein erster gedanke:
    alles inszeniert durch die bka-npd zusammen mit der cdu…
    wenn man ehrlich ist profitieren doch durch so eine aktion beide parteien…

    kostenlose wahlwerbespots und artikel 😉

  2. Kann mir vorstellen, dass die NPD-Aktion ihr wirklich einige Stimmen von CDU-Anhängern einbringt!

  3. Unfassbar – Menschen werden noch 60 Jahre nach dem Holocaust in Deutschland offen auf oberflächliches reduziert.
    Sowas darf im modernen Deutschland einfach nicht passieren, ein NPD Verbot wär sicher eine gute Möglichkeit, solche Diskrimierungen einzustellen.

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