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Vattenfall verbittet sich Kritik

Vatenfall, der NochBetreiber von Atomanlagen, verbittet sich jedwede Kritik.

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Der schwedische Energiekonzern Vatenfall, wegen seiner Pannenkraftwerke auch Vattenfail genannt, macht jetzt einen auf beleidigt. Der Europa-Chef Hatakka warnt

vor einem unverantwortlichen Anti-Atom-Wahlkampf. Die Panne im AKW Krümmel ist ein bedauerlicher Einzelfall, der jetzt instrumentalisiert werden soll. Die Sicherheit des Reaktors war zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Da wird in unverantwortlicher Weise mit den Ängsten der Menschen gespielt.

Offenbar hat Herr Hatakka bereits eine höhere Dosis Strahlung in einem seiner so sicheren AKWs abbekommen. Anders ist es nicht zu erklären, wie ein intelligenter Mensch zu solch hanebüchenen Aussagen kommen kann.

Im AKW Krümmel hat es in letzter Zeit mehrere bedauerliche Einzelfälle gegeben. Der Brand eines Transformators, der vor zwei Jahren zur Schnellabschaltung und zweijährigem Stillstand geführt hat, wäre fast identisch wieder aufgetreten, nachdem man den Reaktor im Juli dieses Jahres wieder angefahren hat. Man hat bedauerlicherweise vergessen, ein zwingend vorgeschriebenes Meßgerät einzubauen. Und jetzt ganz aktuell gibt es ein bedauerliches Problem mit einem einzelnen Brennstab im Reaktor. Auch nicht schlimm Herr Hatakka, oder?

Der Einzige, der hier in unverantwortlicher Weise mit den Ängsten und der Gesundheit der Menschen spielt, sind Sie, Herr Hatakka, und ihr gesamter Konzern Vattenfall! Die Dollarzeichen in Ihren Augen verstellen Ihnen offenbar den Blick auf die Wirklichkeit.
Sie sind ganz offensichtlich weder technisch noch moralisch in der Lage, eine Atomanlage sicher zu betreiben. Deshalb gehört Ihnen die Betreiberlizenz möglichst sofort entzogen. Alles andere wäre wirklich unverantwortlich.

Interessant wäre es in dem Zusammenhang, auch mal die Verantwortung der für die Atomaufsicht zuständigen Sozialministerin Dr. Gitta Trauernicht näher zu beleuchten:

  • Wie kann es sein, daß es in Krümmel immer wieder zu haarsträubenden Sicherheitsvergehen kommen kann?
    Das hätte einer Atomaufsicht doch auffallen müssen. Und zwar bevor der Reaktor wieder hochgefahren wird.
  • Wie kann es sein, daß erst ein Anwohner feststellen muß, daß das AKW Krümmel bereits wenige Tage nach dem Anfahren wegens eines Fehlers wieder abgeschaltet wurde?
    Die zuständige Atomaufsicht wußte von nichts. Vattenfall hatte bedauerlicherweise vergessen, das zu melden. Auch über andere meldepflichtige Vorkommnisse wußte man im Sozialministerium immer erst viel später bescheid.
  • Haben Sie ihr Ministerium überhaupt im Griff und sind Sie sich der Aufgabe des Schutzes der Bevölkerung vor atomarer Verseuchung überhaupt im Klaren, Frau Trauernicht?

Das alles wird wohl ein Untersuchungsausschuß klären müssen, auch in Hinsicht auf die Eignung und der sich daraus ergebenen politischen Zukunft dieser Ministerin und der Koalition in Schleswig-Holstein.
Im Bund kann der Wähler bereits im Herbst bei der Bundestagswahl darüber entscheiden, ob er weiter auf dem Pulverfaß Atomenergie leben und damit den Stromkonzernen staatlich geförderte Gewinnmaximierung garantieren will.
Oder, ob er den Weg des Atomausstiegs für richtig und damit für unumkehrbar hält. Dann muß er eine CDU/CSU/FDP-Koalition mit seiner Stimme verhindern.

Wer jetzt schon aktiv werden will, der wechselt ganz einfach zu einem Stromanbeiter ohne Atomstrom. So kann jeder seinen Atomausstieg selbst machen.
Atomausstieg JETZT!
Vattenfall den Stecker ziehen!

Quelle: Zeit

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