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Ebay gibt auf

Ebay gibt sich geschlagen. Amazon hat gewonnen.

Ebay will seine Strategie komplett umkrempeln. In Zukunft will man sich stärker auf die Abwicklung von Zahlungen im Internet konzentrieren. Paypal soll zukünftig den Haupt-Umsatz bringen.
Aus dem Verkauf von Neuwaren will man sich komplett zurückziehen. Auktionen und der Verkauf von Restposten sollen aber wieder stärker im Mittelpunkt stehen.

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In der Vergangenheit hatte man versucht, Amazon Konkurrenz zu machen und hatte im großen Stil Neuwaren zum Festpreis angeboten. Diesen Kampf hat Ebay jetzt gegen Amazon verloren. Ebay mußte einsehen, daß man kein Händler ist und daß man sich wieder auf seine Kernkompetenzen konzentrieren muß. Und das ist dringend nötig, hat Ebay doch in letzter Zeit massiv User und Gewinn verloren. Der Aktienkurs ist ein Spiegelbild dieser Entwicklung.

Einige Gründe dafür hatte ich schon im April 2008 zusammengefaßt: überhöhte Gebühren, die das Einstellen von Waren für die meisten privaten Anbieter unrentabel macht, und ein Kundenservice, der diese Bezeichnung nicht mal im Ansatz verdient. Von den Abzockern, Betrügern und Abmahnern, die auf der Ebay-Plattform ihr Unwesen treiben, mal ganz abgesehen. Schnäppchenjagden wie in der Anfangszeit von Ebay sind einfach nicht mehr möglich. Neuwaren zu Festpreisen von Händlern kann man auch bei Amazon oder anderswo kaufen. Dazu braucht man Ebay nicht. Und meist spart man bei Amazon auch noch die Versandkosten.

Die völlig ungerechtfertigte Überheblichkeit fällt Ebay jetzt auf die Füße. Nun will man sich stärker auf Paypal konzentrieren, dabei genießt auch dieser Dienst nicht gerade den besten Ruf. Auch hier ist man weit davon entfernt, einen echten Kundenservice anzubieten. Sollte man das nicht schleunigst ändern, dann wird es ganz schwer für die weitere Entwicklung von Ebay.

Quelle: Handelsblatt

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[Preise inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten / Letzte Aktualisierung am 26.09.2017 / * = werbender Link (Affiliate) / Bilder von der Amazon Product Advertising API]



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