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USA wollen zurück in die Weltgemeinschaft

Der neue Präsident der USA Barack Obama will sein Land wieder in die Weltgemeinschaft integrieren.

Der Kriegsverbrecher George W. Bush wurde endlich auf seine Ranch in Texas zurückgeschickt. Dort kann er nur noch Seinesgleiches, sprich Rindviecher, ägern und hat zum Glück nicht mehr die Hand am atomaren Drücker.
Vielleicht vergibt ihm sein Gott die Sünden. Die Weltöffentlichkeit wird ihm nicht vergeben. Seine Angriffskriege und seine Menschenrechtsverletzungen sind bisher ungesühnt geblieben, vergessen sind sie aber nicht. Und es wird sicher eines Tages möglich sein, ihn dafür gerichtlich zu belangen, sollte er irgendwann einmal sein Land verlassen. Und selbst in den USA kann er sich nicht mehr uneingeschränkt sicher vor gerichtlicher Verfolgung fühlen. Sein Nachfolger hat bereits angekündigt, die Zustände in Guantanamo zu untersuchen.
Auch der UN-Sonderberichterstatter für Folter hat gefordert, Bush und seinen exVerteidigungsminister Rumsfeld wegen Folter von Gefangenen in Guantanamo anzuklagen. Obama sei juristisch verpflichtet, gegen Bush vorzugehen, denn auch die USA haben die UN-Konvention gegen Folter ratifiziert.
Man wird sehen, was dabei heraus kommt und wie weit die Macht des Bush-Clans in den USA noch reicht.

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Die USA stehen vor einem Neuanfang

Barack Obama, der neue Präsident der USA, hat sich aber offenbar zum Ziel gesetzt, das Ansehen seines Landes wieder aufzumöbeln und die zahlreichen Verfehlungen des Bush-Regimes wieder gut zu machen.
Als erste Maßnahme hat er noch am Tag seiner Vereidigung eine 120-tägige Aussetzung aller Terrorismus-Verfahren im Gefangenenlager Guatanamo verfügt. Außerdem wird erwartet, daß Guantanamo komplett geschlossen wird und die umstrittenen Militärtribunale der Vergangenheit angehören werden.

Foto: Pete Souza, licensed under a Creative Commons Attribution 3.0 License

Auf den Stufen des Capitols versprach Obama während seiner Vereidigung, die „USA in eine neue Ära des Friedens führen zu wollen“. Im Umgang „mit der muslimischen Welt will er einen neuen Weg nach vorne einschlagen, geprägt von gemeinsamen Interessen und gegenseitigem Respekt“. Das sind völlig neue Töne und wird den Kriegstreibern auf beiden Seiten und auch der mächtigen Waffenhändler-Lobby gar nicht schmecken.
Außerdem will Obama sein Land vom christlichen Fundamentalismus seines Vorgängers befreien und alle Religionen und namentlich auch Nicht-Gläubige mit gleichem Repekt behandeln.

Man kann nur hoffen, daß Obama stark genug sein wird, um diese politischen Ziele auch durchsetzen zu können. Schwer wird es auch jeden Fall. Doch endlich sind die Voraussetzungen gegeben werden, daß die Schatten vom Ansehen der USA in der Welt etwas beseitigt werden können. Das werden auch die US-Touristen auf ihren Reisen bemerken können. Der Hass gegen sie wird weichen.
Wenn jetzt noch die unsinnigen, von Paranoia getreibenen Bestimmungen für Einreisen in die USA wieder gelockert werden, dann könnte man fast wieder USA-Reisen empfehlen.

Quellen: 20minuten, Duckhome, ZDF

Update (23.01.09): Barack Obama hat bereits am zweiten Tag seiner Präsidentschaft ein Dekret zur Schließung von Guantanamo unterschrieben. Innerhalb eines Jahres soll das Lager geschlossen werden. Außerdem sollen alle geheimen CIA-Gefangenenlager und die Folter-„Verhörmethode“ Waterboarding ab sofort der Vergangenheit angehören. Die Blankovollmacht von Bush und Rumsfeld für Folter in den Verhören durch die CIA wurde ausdrücklich widerrufen.

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