Sind Sparkassen wirklich besser?
Seit einiger Zeit kursiert das Gerücht, daß das Geld bei einer Sparkasse sicherer sei.
Woher dieses Märchen stammt, ist nicht mehr mit letzter Bestimmtheit sagen. Offenbar ist aber auch Frau Merkel bei einem Interview herausgerutscht, was sie jetzt aber bei jeder sich bietenden Gelegenheit versucht, wieder zurecht zu biegen.
Die kleinen dummen Anleger glauben jedoch weiterhin alles, was man ihnen vorkaut, und so kam es, daß sie die Sparkassen geradezu bedrängten mit ihrem Geld, das sie wegen gefühlter Unsicherheit bei anderen Banken abgezogen hatten.
Daß ihr Geld natürlich bei jeder deutschen Bank oder deutschen Filiale einer ausländischen Bank (vorausgesetzt sie gehört dem Einlagensicherungsfonds an) gleich sicher ist wie bei einer Sparkasse, ist noch nicht so richtig in die Köpfe vorgedrungen. Bloß nicht selbst nachdenken, sondern immer der Masse nachlaufen. So verhalten sie sich, die Anleger-Lemminge.
Das könnte sich jedoch rächen. Die Hamburger Sparkasse (Haspa), die zur Zeit 500 Neukunden pro Tag begrüßen kann, mußte jetzt einräumen, daß allein 4.000 ihrer Kunden zu den Geschädigten der Lehman Brothers-Pleite gehören. Im großen Stil wurden die Papiere vor 2 bis 3 Jahren verkauft, weil diese höhere Renditen als andere Anlagen versprachen. Daß auch eine Lehman Brothers mal pleite gehen kann, überstieg den Horizont der Haspa-Berater. Jetzt werden Ansprüche wegen falscher Beratung gegen die Haspa geprüft. Soweit zur höheren Sicherheit bei Sparkassen.
Wer jetzt denkt, sein Geld ist am Besten unter dem Kopfkissen aufgehoben, darf die findigen Beamten vom Finanzamt nicht vergessen. Auf FINBLOG kann man lesen, wie sie die “Kopfkissen-Zinsen” besteuern. Im Zweifel immer gegen den Steuerpflichtigen.
Quelle: haufe


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