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Kirche verzockt 4,3 Mio. bei Lehman Brothers

Die Pleite der US-Bank Lehman Brothers trifft auch die Kirche in Deutschland.

4,3 Mio. EUR soll die evangelisch-lutherische Landeskirche Oldenburg bei Lehman Brothers angelegt haben. Die hauseigene Bank, die evangelische Darlehnsgenossenschaft, soll das Geld in hochriskante Anlagen investiert haben. Das Geld ist nun wahrscheinlich verloren, denn ob überhaupt Geld an die Gläubiger von Lehman Brothers ausgezahlt wird, steht noch in den Sternen. Aber da sind die Kirchenführer ja in bekannten Gefilden.

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So geht also die Kirche in Deutschland mit ihr anvertrautem Geld um. Da stößt einem das schon fast penetrante Betteln der Kirchen um Geld sauer auf. Sie braucht ja jeden Cent, um so viel Gutes zu tun. Vor allem für sich selbst.

Aber da die Kirchensteuer ja noch rigoroser als die GEZ-Gebühr eingetrieben wird, kann man mit diesem Geld offensichtlich ganz unbefangen umgehen. Die Geld-Quelle sprudelt ja unaufhörlich.

Wer aus der Kirche austreten will, findet in diesem E-Book alle Informationen dazu.

Quelle: NWZ

Nachtrag (10.10.08): Die Kirchenvertreter finden den Verlust von rund 10 Prozent ihres Vermögens vertretbar. Da kann man nur ungläubig(!) staunen.

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3 Kommentare

  1. Verzockt bringe ich mit leichtsinnig verspielt in Verbindung, also hochspekulativ. Das waren die Lehman-Papiere aber nicht. Die galten in den entsprechenden Ratings als gute und vor allem sichere Anlage und wurden z.B. auch von der Zeitung, auf die obiger Artikel Bezug nimmt, noch vor Jahresfrist ihren Lesern Anlage empfohlen.

    Das Kirche nicht arm ist, weiß jeder, aber im Umkehrschluss heißt das nicht, dass sie reich ist. Dazu fehlt es an vielen Ecken und Kanten an Vielem um all das Gute zu tum, das Notwendig wäre.
    Im Interesse Tausender von Mitarbeitern, die jeden Monat ihr Gehalt erwarten, muss sie natürlich auch Rücklagen vorhalten und dies Geld legt man natürlich an. Das hier nun eine sichere Einlage verloren gegangen ist, ist schmerzlich, denn aus den Erträgen der Rücklagen sind immer wieder Projekte finanziert worden, die neben der Arbeit auch immer Arbeitsplätze geschaffen haben. Hier steht nun weniger Geld zur Verfügung, und das ist schmerzlich und kein Grund sich hämisch darüber auszulassen.

  2. Die Anlagen der Kirche waren definitiv spekulativ und deshalb auch riskant. Einfache Verzinsung reichte den Kirchenbuchhaltern offenbar nicht.
    Und ob die NWZ Börsenempfehlungen macht oder nicht. Dazu schweige ich jetzt lieber. Da kann ich mich auch in der Apothekenumschau zu Börsenthemen informieren. Das Niveau dürfte ähnlich gelagert sein.

    Da die Kirche einige finanzielle Privilegien (Kirchensteuereintreibung durch den Staat, Bevorzugung gegenüber anderen Religionsgemeinschaften, Steuervorteile…) genießt, wäre es doch jetzt mal an der Zeit, das komplette Anlagevermögen näher zu untersuchen. Wer Zins- und Spekulationsgewinne einfährt, sollte auch als Kirche korrekte Abgaben zahlen. Ob das in der Vergangenheit immer richtig gemacht wurde, wage ich zu bezweifeln.

    Im Übrigen tut die Kirche ihr „gutes Werk“ nicht nur mit eigenen Geldern. Ein großer Teil stammt aus Steuergeldern. Gesagt wird natürlich von der Kirche gern etwas anderes. Leider kann man dagegen nichts unternehmen. Die Trennung von Staat und Kirche ist noch immer nicht so weit, wie es das Grundgesetz verlangt.

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