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Olympia: China schickt Kinder an den Start

Offenbar ist die Medaillengier der chinesischen Führung so grenzenlos, daß selbst Kinder an den Start geschickt werden. Das ist regelwidrig und moralisch verachtenswert.

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Als ob das noch nicht genug wäre, versucht China auch noch die Welt zu täuschen und fälscht Unterlagen und läßt belastende Unterlagen verschwinden.

Auslöser der Kritik sind die Zweifel an der Altersangabe für die chinesische Turnerin He Kexin. Laut der chinesischen Unterlagen soll sie 16 Jahre alt sein. Sie ist allerdings nur 1,42 m groß und wiegt 35 kg. Auch das Aussehen von He läßt an diesem Alter eher zweifeln.
Nun sehen chinesische Sportler immer etwas jünger aus, als sie tatsächlich sind, He Kexin sieht jedoch aus wie eine 12-Jährige. Wenn man nun noch etwas Toleranz walten läßt, kommt man auf ein wahrscheinliches Alter von 14 Jahren. Und genau das behaupten einige Blogger aus den USA. Sie können nach ihren Worten beweisen, daß He Kexin erst 14 Jahre alt ist und somit bei den olympischen Spielen nicht hätte starten dürfen.
Mike Walker hat im Internet einige Dokumente auf chinesischen Regierungsservern gefunden, nach denen He Kexin am 01.01.1994 geboren ist und nicht wie heute behauptet am 01.01.1992.
Die Dokumente mit dem Geburtsdatum 01.01.1994 wurden jedoch mittlerweile von den chinesischen Regierungsservern gelöscht. Daß Google jedoch Informationen zu vielen Seiten auf seinen Servern zwischenspeichert (Google Cache), scheint den Chinesen nicht bekannt gewesen zu sein. Im Google Cache fand Mike Walker Hinweise auf einige Excel-Tabellen, die den 01.01.1994 als Geburtstag von He Kexin angeben.
Die Excel-Tabellen stammen ursprünglich von den Servern des Sportministeriums und sind mit „Anmeldeliste für nationale Turnwettbewerbe“ überschrieben. Auf den Ministeriumsservern existieren die Tabellen jedoch nicht mehr. Die größte chinesche Suchseite Baidu hatte die Seiten aber noch gespeichert. So kam der ganze Schwindel an die Öffentlichkeit.

Fazit: Bei den olympischen Spielen in China waren nicht nur die Eröffnungsfeier gefakt, die Sängerin des Eröffnungsliedes falsch und die „Protestzone“ eher ein Witz (allerdings ein schlechter). Nein man betrügt selbst bei der Angabe von Geburtsdaten und läßt regelwidrig Kinder an den Start. Die geltenden Regeln bei olympischen Spielen sind der chinesischen Führung scheißegal, solange sie sich nur am Medaillenspiegel aufgeilen können. Echt krank!

Wie moralisch verrottet ist diese Diktatur eigentlich? Man kann der chinesischen Bevölkerung nur wünschen, daß es ihnen bald gelingt dieses System zu überwinden und zu demokratischen Verhältnissen zu kommen.

Quellen: Spiegel, Handelsblatt

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4 Kommentare

  1. Also bitte.
    Aus der Sicht der Teenager, die Sie missverständlich als Kinder, bezeichnen ist die Situation doch fantastisch.

    Sie können Ihre Karriere noch eher beginnen als ihre gleichaltrigen Genossen. So machen es die Schauspieler in dem kapitalistischen Hollywood doch auch.

    Die Eltern der Beklagten werden sich sicher nicht ärgern wenn ihre Kinder etwas nebenbei verdienen können.

  2. Das meinst Du doch ironisch, oder!?

    Ansonsten mal zwei Argumente zum Nachdenken:
    – Schutz der Kinder und Jugendlichen
    – Einhaltung der Regeln bei olympischen Spielen.

    Und eine 14-Jährige ist ein Kind.

  3. Pingback: Ende der olympischen Spiele 2008 - Kruta Magazin

  4. Höher, schneller, weiter… Irgendwann ist damit aber auch mal genug. Man sollte aufpassen, dass die Entwicklung nicht in die falsche Richtung geht, denn diese Kinder werden doch ihres Lebens nicht mehr froh.

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