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Wird Wikipedia gegen Google Knol bestehen?

Google hat in dieser Woche seine Wissensplattform Knol gestartet.

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Die Abkürzung Knol steht dabei für knowledge =  Wissen. Zunächst gibt es Knol nur auf englisch, eine deutsche Version ist noch nicht verfügbar.

Im Gegensatz zu Wikipedia, wo Jeder, der sich dazu berufen fühlt, sein Wissen oder Unwissen auf den Artikelseiten verewigen kann, stammen die Beiträge bei Knol von einzelnen Autoren, deren Namen im Titel deutlich erkennbar sind. Die Nutzer von Knol können zwar auch ihre Einwände oder Kritiken anbringen, ob diese allerdings freigeschaltet werden, entscheidet der Autor des jeweiligen Artikels. Dadurch sind die Artikel bei Knol mehr oder weniger statisch, die Dynamik eines Wikipedia-Artikels fehlt. Ob das nun besser oder schlechter ist, wird die Zukunft zeigen müssen.

Google versucht mit Geld einige Experten als Autoren zu gewinnen. Sie sollen an den Adsense-Einahmen beteiligt werden. Dadurch soll die Qualität der Artikel gewährleistet werden. Außerdem soll es zu jedem Thema nur ein Artikel (bei Google heißen die Knol) geben. Sollten zu einem Thema zwei Meinungen von zwei Autoren existieren, dann soll es auch zwei Knols geben.

Knol gleicht eher dem Abbild eines klassischen Lexikons, als Wikipedia das tut. Bei Knol kann nicht jeder Leser munter drauf los am Artikel rumkorrigieren und im schlimmsten Fall diesen verfälschen, ob vorsätzlich oder nicht sei mal dahingestellt. Der Knol-Autor entscheidet über die Änderungen am Inhalt. Der Knol bleibt mehr oder weniger statisch, ganz so wie eine Lexikon-Seite.

Die Zukunft wird zeigen, ob Google mit seiner Marktmacht Wikipedia gefährlich werden kann. Oder ob Wikipedia von seiner Bekanntheit und seinem zeitlichen Vorsprung profitieren kann. Bis Knol mit Wikipedias Fülle an Informationen konkurrieren kann, wird noch einige Zeit vergehen.

Letztendlich wird es wohl darauf ankommen, wem der Leser eher zutraut, verläßliche Informationen zu liefern.

Quelle: FAZ

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5 Kommentare

  1. Pingback: Google startet Wissensplattform Knol | TechBanger.de

  2. hauptsache google besitzt nicht mal die url knol.com aber ne wissensplattform mit dem namen aufmachen…

    bin mal auf die deutsche version gespannt, wenns das mal gibt…

  3. Hallo,

    bei Knol habe ich mich nun auch etwas umgeschaut und meinen ersten Knol verfasst. Das Ganze ist eben noch in Englisch, habe aber gerade so verstanden, wie es mit dem Knol zugeht. Sogar eine Adsense-Schaltung habe ich eingebaut.

    Der Knol ist noch nicht online. Da stand irgendwas davon, dass die Adsense-Schaltung erst überprüft werden muss und es ein paar Wochen dauern soll. Meinen Namen als Autor konnte ich demnach auch nicht mit den zwei zur Verfügung stehenden Methoden, via Kreditkarte oder durch Handy, verifizieren.

    Bin gespannt, wie es sein wird, wenn der Knol online ist und wenn die deutsche Version erscheint.

    Grüße…

  4. Also mein persönliches Interesse sei dahingestellt, die Knols werden jedenfalls sicherer und verlässlicher für Studenten sein, die Ihre Informationen für die Studienarbeiten zusammensuchen. Ich meine wer schaut schon hin, wer da was rumgebastelt hab. Vielleicht hat ein Bösewicht gerade irgendwo im Formel plus und minus vertauscht, als ich mir die Seite als Informationsquelle nehme. Daran kann alles scheitern. Die Quellen von Google Knol werden dann sogar von Professoren akzeptiert, was Knol sicherlich einen Vorteil verleiht. (Wikipedia als Quelle war bei uns auf der FH nicht erlaubt). Ich persönlich hab Wikipedia immer mit Vorsicht genossen.

    LG Michael

  5. @MichaelFAUST,

    naja, derzeit kann man die Entwicklung von Knol noch schlecht voraussagen. Aber es kann daraus durchaus etwas Großes und durch die Masse Akzeptables werden. Derzeit tummel dort wohl so einige Fachmänner und Fachfrauen:), aber noch von der englischsprachigen Seite her.

    Mal schauen, welchen Verlauf Knol nehmen wird.

    Grüsse…

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