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Ärgernis im Urlaub: Air Berlin und der Service

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Leider gab es im Urlaub Dinge, über die ich mich doch echt geärgert habe. Zum Beispiel:

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Diese deutsche Airline hat den Ruf, ein Billigflieger zu sein und trotzdem einen super Service zu bieten. Nach meinen Erfahrungen kann ich sagen: Es stimmt beides nicht.

Eins vorweg: Wenn ich zu Zielen mit Flugzeiten bis 3 Stunden unterwegs bin, brauche ich kein Flugzeugessen und auch kein Bord-Unterhaltungsprogramm. Die Filme kennt man eh meistens schon. Dann lieber günstigere Tickets. Um den Rest kümmere ich mich selbst. Gern nehme ich auch kostenpflichtige Angebote an Bord in Anspruch, wenn mir danach ist.

Daß Air Berlin keine Billigfluggesellschaft ist, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Klar sie werben mit 29,- EUR Preisen. Aber versucht mal so ein Ticket zu erwischen. Norddeutschland-Mallorca ist inklusive Steuern und Gebühren unter 300,- EUR schier unmöglich zu bekommen. Bei Ryanair ist man da trotz Gepäck- und Check in-Gebühr mit 180,- EUR am Start. Für diesen extremen Preisunterschied, das sind immerhin 40 Prozent(!), erwartet man dann schon einen gewissen Servicevorsprung. Und wenn Air Berlin auch noch damit wirbt, besonders preiswert und serviceorientiert zu sein, dann erwarte ich das auch von ihr.

Man kann, wie auch bei airliners.de schon passiert, natürlich stundenlang über Sinn und Unsinn des Air Berlin-Sandwichservices diskutieren. Wenn man diesen „kostenlosen“ Service aber den Kunden anbietet, dann sollte auch ein gewisser Standard eingehalten werden.

Es gibt zwei Brötchen zur Auswahl: Käse oder Wurst, meist Hähnchen- oder Putenbrust. Ein Brötchen pro Person, dazu meist zwei Durchgänge mit „kostenlosen“ alkoholfreien Getränken.
Wir hatten leider den Nachteil, der erste Flug des Tages zu sein. Deshalb gab es statt der abgebildeten Brötchen nur zwei zusammengeklappte Scheiben Graubrot, hergestellt am Vorabend. Die intensive Kühlung bis zum morgendlichen Abflug quittierten die Brotscheiben mit starken Deformationen der Ecken und Dehydrierung, sprich das Brot wölbte sich extrem, so daß die Scheiben kaum noch zusammenhielten, und man war ohne Getränk (das kam leider erst nach dem Sandwich) dem nahen Erstickungstod ausgeliefert, weil das Brot furztrocken war.

Liebe Air Berlin: Dann lieber gar kein Sandwich! Dann lieber billigere Tickets. Denn kostenlos sind die Sandwichs nicht, die habe ich ja schon mit dem Ticket bezahlt.
Mit diesem Etwas haben Sie Ihrem Ansehen sehr geschadet. Ja, ich weiß, sie wollen Ihr kostenpflichtiges Speiseangebot an den Mann bzw. die Frau bringen. Das kann ich gut verstehen und ich hätte auch zugeschlagen. Doch leider wurde dieses Angebot vor der Ausgabe der Sandwiches gemacht. Sehr unclever von euch. Nur Air Berlin-Dauergäste wussten das Angebot aufgrund ihrer Erfahrungen zu schätzen. Hätte ich gewußt, was mich erwartet, dann ich hätte ich mir das Frühstück gegönnt. So haben wir beide nichts Gutes davon gehabt. Air Berlin keinen zusätzlichen Umsatz und ich einen schlechten Eindruck von euch.

Daß nach dem Verkauf der obligatorischen Kopfhörer entgegen der Ankündigung im Internet und im Bordmagazin gar kein Film gezeigt wurde, sondern nur uralte Mr. Bean-Folgen, sei nur am Rande erwähnt. Unser Sitznachbar fand das allerdings gar nicht lustig. Die 2 EUR hätte er sich sparen können.

Fazit: Werbung ist nicht alles. Man muß auch das entsprechende Produkt liefern.
Das gilt auch oder gerade für Touri-Bomber Richtung Malle, denn diese Urlauber sind noch ziemlich verwöhnt von den Gepflogenheiten vergangener Zeiten an Bord: Sekt Pikkolo für alle und großes Essenstablett gehörten früher zum Standard.
Zumindest geklatscht wurde nicht mehr bei der Landung. Das ist echt besser geworden zu früher 😉

2. Ärgernis im Urlaub: Media Markt mit 25 Prozent-Aktion

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2 Kommentare

  1. ja in der Werbung wird schon einiges Versprochen, aber mit der Umsetzung hapert es tatsächlich bei einigen Unternehmen.

  2. Pingback: Ryanair will Toiletten ausbauen. » Ryanair, Toilette, OLeary, Jahr, Passagiere, Flug, Board, Schlange » Informelles

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