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Waffenattrappen und Messer in der Öffentlichkeit verboten

Verschärftes Waffenrecht gebilligt

Der Bundesrat hat heute ein verschärftes Waffenrecht gebilligt. Waffenattrappen und Messer sind damit in der Öffentlichkeit verboten.

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10.000 € Bußgeld kostet in Zukunft das Tragen von Schußwaffenimitaten. Der Kauf und der Besitz sind aber weiterhin erlaubt; ein Zugeständnis an das europäische Spielzeug-Recht.

Wie man jedoch die nachgemachte Waffe nach dem Kauf nach Hause bekommen soll, um diese ganz schnell sicher im Waffenschrank zu verstauen, diese Weisheit geht nicht aus dem neuen Waffenrecht hervor. Mit dem praktischen Umsetzen von gesetzlichen Regelungen haben es die Politiker ja nicht so.
Denen ist nur wichtig dem permanenten Rufen nach verschärften Gesetzen nachgekommen zu sein. Wie sich die verschärften Regelungen dann im Alltag umsetzen lassen, ist ihnen völlig egal, denn garantiert wird dann schon wieder die nächste Sau durchs mediale Dorf getrieben.

Daß Kinder überhaupt mit Schußwaffenimitaten spielen müssen, bleibt ein Rätsel.

Quelle: SPIEGEL online

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5 Kommentare

  1. Ich frage mich aber was jetzt die ganzen Cowboys im Fasching machen? In meiner Kindheit spielte ich auch mit Schusswaffenimitaten, aber das hatte eher den Grund wenn man Räuber und Gendarme oder eben Cowboy und Indianer gespielt und es mit solchen Imitaten etwas autentischer war.

  2. „Warum Kinder überhaupt mit Schußwaffenimitaten spielen müssen, bleibt mir ein Rätsel.“

    Das ist nicht die Frage. Die Frage ist, ob es wirklich ein Mehr an Sicherheit bringt, wenn der Gesetzgeber Spielzeug verbietet. Ich denke, diese Verschärfung des Waffengesetztes geht (mal wieder) am Thema vorbei, ist bestenfalls Symbolpolitik und schlimmstenfalls ein fahrlässiger und unnötiger Eingriff in Freheitsrechte.

  3. @sicherheitswahn.de
    Natürlich bringt das nicht ein Mehr an Sicherheit. Zumal sich die „echten“ Ganoven sowieso nicht mit Imitaten abgeben… Aber was wäre Politik ohne Populismus.

    Trotzdem bin ich der Meinung, daß Kinder ihre Freizeit nicht mit Kriegsspielzeug verbringen sollten. Denn es geht immerhin ums Töten, daß die Kinden da nachspielen.

  4. @Beobachter

    Ich respektiere Deine Haltung zum Thema Kinder und Spielzeugwaffen (und würde das auch bei meinen eigenen zumindest eindämmen). Aber muss der Staat sich deswegen gleich einmischen?

    Bei allem Verständnis für „Placebo-Politik“ (= Beruhigung der Bürger, ohne dass die Gesetze wirklich etwas bewirken): Wenn dafür sukzessive Freiheitsrechte beschnitten werden (ich sag nur: Vorratsdatenspeicherung), dann find ich das ganz und gar nicht lustig.

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